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Ankaufsthema · Künstlerkarten

Künstlerkarten verkaufen

Ich kaufe gezeichnete und gemalte Postkarten mit Künstlersignatur – von der Jugendstilserie um 1900 über illustrierte Verlagskarten bis zu ganzen Sammelmappen aus Nachlässen.

Sie müssen keine Signatur entziffern. Die Zuordnung von Monogrammen und Künstlernamen ist meine Aufgabe – zeigen Sie mir die Karten einfach so, wie sie sind.
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Zur Sache

Wie die Künstlerkarte zur eigenen Gattung wurde

Um 1898 begannen große Verlage, namhafte Maler und Grafiker für eigene Postkartenserien zu gewinnen – die Karte sollte kleines Kunstwerk sein, nicht bloß Ortsansicht. Häuser wie Meissner & Buch in Leipzig oder Theo. Stroefer in Nürnberg brachten aufwendig gedruckte Folgen heraus, oft mit Serientitel und fortlaufender Nummer. In der Zeit des Jugendstils erreichte diese Produktion ihren gestalterischen Höhepunkt.

Das Spitzensegment bilden heute die Postkarten der Wiener Werkstätte, die ab 1907 in nummerierter Folge erschienen und von Künstlern wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele oder Mela Koehler entworfen wurden. Solche Blätter werden international gehandelt und tauchen gelegentlich unerkannt in alten Alben auf. Deshalb prüfe ich Signaturen und Verlagsangaben grundsätzlich Karte für Karte – gerade bei unscheinbar wirkenden Beständen.

Ankaufsprofil

Welche Künstlerkarten besonders gefragt sind

Nicht jede gezeichnete Karte ist gleich bedeutend. Gesucht wird vor allem, was einem bestimmten Künstler, Verlag oder Stil zuzuordnen ist:

  • Jugendstilserien mit gedruckter Künstlersignatur
  • nummerierte Karten der Wiener Werkstätte
  • Entwürfe bekannter Illustratoren wie Raphael Kirchner oder Alfons Mucha
  • frühe Verlagsserien von Meissner & Buch, Stroefer und vergleichbaren Häusern
  • Märchen-, Sagen- und Silhouettenkarten in geschlossenen Folgen
  • künstlerisch gestaltete Anlasskarten zu Weihnachten und Neujahr
  • signierte Landschafts- und Städtebilder in Originalgrafik
  • handgemalte Unikatkarten mit eigenhändiger Widmung des Zeichners

Ein Sonderfall

Zwischen gewöhnlichen Glückwunschkarten liegen in Familienbeständen immer wieder einzelne signierte Blätter, die dort niemand vermutet. Sortieren Sie deshalb nichts nach Geschmack aus, bevor ich den Bestand gesehen habe.

Bewertung

Wovon der Wert einer Künstlerkarte abhängt

Bei dieser Gattung zählt weniger der abgebildete Ort als die künstlerische Handschrift. Fünf Punkte geben den Ausschlag:

MerkmalWorauf es ankommt
Künstler Ein zugeordneter Name entscheidet über die Einordnung. Auch kleine Monogramme lassen sich meist einem Zeichner zuweisen – das übernehme ich.
Verlag und Serie Serientitel und Nummer verraten Auflage und Entstehungszeit. Die Karten der Wiener Werkstätte sind daran zweifelsfrei zu bestimmen.
Druckqualität Aufwendige Farblithografie mit Gold- oder Prägedruck steht über einfachen Rasterdrucken späterer Jahre.
Postalischer Zustand Bei Künstlerkarten schätzen viele Sammler ungelaufene, sauber erhaltene Exemplare – eine schöne Frankatur kann aber ebenso reizvoll sein.
Geschlossene Folgen Eine vollständige Serie aus einer Hand wird deutlich anders bewertet als verstreute Einzelstücke.

Gut zu wissen

Drei Fehler, die bei Künstlerkarten teuer werden

  • Signaturen selbst deuten und danach aussortieren. Viele Künstler zeichneten nur mit Kürzeln – was unbekannt wirkt, kann gerade das gesuchte Blatt sein.
  • Serien auseinanderreißen. Zusammengehörige Folgen verlieren getrennt einen großen Teil ihrer Bedeutung.
  • Flecken oder Ecken ausbessern wollen. Radieren, Glätten und Kleben richten an Originalgrafik mehr Schaden an als jede Altersspur.

Lassen Sie die Karten liegen, wie sie liegen – die kunsthistorische Einordnung ist mein Teil der Arbeit.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Künstlerkarten

Woher weiß ich, ob die Signatur auf meiner Karte etwas bedeutet?

Das müssen Sie nicht wissen. Schicken Sie mir ein Bild der Vorderseite, ich gleiche Signatur und Verlag mit den einschlägigen Verzeichnissen ab. Die Antwort bekommen Sie ohne Kosten und ohne Verpflichtung.

Sind beschriebene und gelaufene Künstlerkarten weniger wert?

Nicht zwangsläufig. Ein sauberer Postlauf mit zeitgenössischer Marke gehört zur Geschichte der Karte, und bei seltenen Motiven spielt er kaum eine Rolle. Nur starke Beschädigungen des Bildes fallen wirklich ins Gewicht.

Ich habe nur fünf oder sechs gezeichnete Karten zwischen vielen Ortsansichten.

Auch dann lohnt die Anfrage, denn bei dieser Gattung können wenige Blätter den Kern eines Bestandes ausmachen. Ich sehe mir ohnehin gern den Zusammenhang an, aus dem sie stammen.

Könnte eine Karte der Wiener Werkstätte darunter sein – wie erkenne ich das?

Diese Karten tragen auf der Rückseite den Aufdruck „Wiener Werkstätte“ mit einer Nummer. Wenn Sie so einen Aufdruck sehen, melden Sie sich bitte vor jedem weiteren Schritt – solche Stücke behandle ich mit besonderer Sorgfalt.

Künstlerkarten anbieten

Beschreiben Sie mir kurz am Telefon, was vorliegt, oder senden Sie einige Handyfotos – ich sage Ihnen konkret, ob sich darunter gesuchte Blätter befinden.

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