Ankaufsthema · Ansichtskarten-Sammlung
Ansichtskarten-Sammlung verkaufen
Ich übernehme über Jahrzehnte aufgebaute Postkartensammlungen im Ganzen – mit allen Alben, Schubern und Karteikästen, so wie der Sammler sie hinterlassen hat.
Zur Sache
Warum eine Sammlung mehr ist als die Summe ihrer Karten
Die meisten großen Postkartensammlungen sind zwischen den 1960er und 1990er Jahren entstanden, oft in Arbeitsgemeinschaften und Tauschringen der Philokartisten. Ein Sammler hat dabei über Jahrzehnte zusammengetragen, was zu seinem Gebiet auffindbar war – häufig mit einer Vollständigkeit, die heute niemand mehr erreichen könnte. Seine Anordnung dokumentiert, welche Karte zu welchem Ort, welchem Verlag und welcher Zeit gehört.
Genau deshalb vernichtet das Zerlegen in Einzelposten Wert: Aus einer durchgearbeiteten Dokumentation wird ein Stapel loser Bilder, deren Zusammenhang niemand mehr kennt. Käufer für ganze Gebiete zahlen für die geleistete Sammelarbeit mit – für die Systematik, die Bestimmung und die Seltenheitsvermerke. Werden vorab die vermeintlich guten Stücke herausgezogen, bleibt ein Rest, der kaum noch jemanden interessiert.
Ankaufsprofil
Sammlungsformen, die ich ankaufe
Ob zwei Alben oder dreißig Karteikästen: Entscheidend ist, dass der Bestand zusammenbleibt und ich ihn im Zusammenhang beurteilen kann.
- Ortssammlungen zu einer Stadt, einem Kreis oder einer früheren deutschen Provinz
- topografische Sammlungen nach Alphabet oder alten Postleitgebieten geordnet
- Themensammlungen: Bahnhöfe, Gasthäuser, Mühlen, Brücken, Trachten
- Verlags- und Künstlersammlungen mit bestimmten Signaturen oder Serien
- Steckalben und Schuber mit Hüllen, in denen Vorder- und Rückseite sichtbar sind
- Karteikästen mit Trennblättern, Ortsregistern und Bestandslisten
- aufgelöste Händlerbestände mit Preisauszeichnungen vergangener Jahrzehnte
- gemischte Kartennachlässe, in denen mehrere Sammelgebiete nebeneinanderliegen
Auch unvollständig oder ungeordnet
Nicht jede Sammlung wurde bis zum Schluss gepflegt. Auch angefangene Gebiete, halb aufgelöste Bestände oder Kisten, die nach einem Umzug nie wieder geöffnet wurden, sehe ich mir an – bitte ohne vorheriges Aussortieren.
Bewertung
Woran ich eine Sammlung bemesse
Für die erste Einschätzung brauche ich keine Kartenliste. Diese fünf Punkte sagen mir bereits viel:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Geschlossenheit | Ein lückenlos aufgebautes Gebiet mit klarer Linie ist deutlich gefragter als eine gleich große Menge zufällig zusammengekommener Karten. |
| Sammelgebiet | Ehemalige deutsche Ostgebiete, kleine Landorte und Spezialthemen finden mehr Interessenten als beliebte Urlaubsregionen mit hohen Auflagen. |
| Tiefe | Wer auch die Nebenmotive eines Ortes gesammelt hat – Schulhaus, Molkerei, Kriegerdenkmal –, besaß meist ein Gespür für das Seltene. |
| Dokumentation | Beschriftete Albumseiten, Herkunftsvermerke und Bestandslisten erhöhen die Aussagekraft jedes einzelnen Stücks. |
| Lagerung | Trocken und liegend aufbewahrte Bestände haben die Jahrzehnte meist gut überstanden; Feuchtigkeit und Klebefilm hinterlassen dagegen bleibende Schäden. |
Gut zu wissen
Drei Fehler bei geerbten Sammlungen
- Die Sammlung stückweise anbieten. Wer zuerst die auffälligen Karten einzeln verkauft, entwertet den verbleibenden Bestand oft stärker, als die Einzelerlöse einbringen.
- Alben und Kästen neu ordnen. Die vorgefundene Reihenfolge trägt die Bestimmungsarbeit des Sammlers – nach dem Umsortieren ist sie verloren.
- Dubletten als wertlos entsorgen. Doppelstücke waren das Tauschkapital des Sammlers und enthalten nicht selten Varianten, die auf den ersten Blick identisch wirken.
Lassen Sie den Bestand einfach stehen, wie er steht. Alles Weitere klären wir gemeinsam am Telefon oder vor Ort.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zu kompletten Sammlungen
Die Sammlung umfasst mehrere tausend Karten. Ist das zu viel?
Nein, große Bestände sind für mich der Normalfall. Ich komme bei entsprechendem Umfang zu Ihnen und sichte vor Ort – Sie müssen nichts verpacken oder verschicken.
Mein Vater hat nie eine Liste geführt. Ist die Sammlung dadurch weniger wert?
Eine fehlende Liste ist kein Hindernis. Die Ordnung in den Alben selbst verrät mir meist genug über Aufbau und Schwerpunkte des Bestands.
Ein Händler möchte nur bestimmte Alben herauskaufen. Soll ich darauf eingehen?
Das sollten Sie sich gut überlegen, denn danach ist der Rest schwer zu verkaufen. Ich mache Ihnen ein Angebot für den gesamten Bestand, damit Sie am Ende nicht auf dem Unverkäuflichen sitzen bleiben.
In den Kästen stecken auch ausländische und neuere Karten.
Das ist üblich und stört nicht. Mein Schwerpunkt liegt auf der Zeit bis 1945, aber ich übernehme gewachsene Sammlungen komplett, damit Sie sich um nichts kümmern müssen.
Sammlung anbieten
Rufen Sie an, bevor Sie irgendetwas sortieren oder aufteilen. Die erste Einschätzung kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf