Ankauf · Postkarten & Ansichtskarten
Alte Postkarten und Ansichtskarten verkaufen
Ich kaufe Ansichtskarten aus der Zeit von etwa 1880 bis 1950 – die einzelne seltene Karte ebenso wie das volle Album, den Schuhkarton vom Dachboden oder eine über Jahrzehnte aufgebaute Sammlung.
Zur Sache
Was das Alter einer Karte verrät
Die Bildpostkarte kam ab etwa 1885 auf, den Durchbruch brachten in Deutschland erst die Jahre um 1896; ihr goldenes Zeitalter lag zwischen 1897 und 1918, als sie zum alltäglichen Massenmedium wurde. Bis zum 1. April 1905 war die Rückseite allein der Anschrift vorbehalten, geschrieben wurde auf der Bildseite – an diesem Detail lässt sich eine Karte auch ohne Poststempel grob datieren. Danach setzte sich die geteilte Rückseite durch, wie man sie bis heute kennt.
Für den Ankauf entscheidend ist die Machart. Die farbigen „Gruß aus“-Karten der Frühzeit sind meist Lithografien aus spezialisierten Steindruckereien, die schwarzweißen Ortsansichten oft Lichtdrucke – ein rasterloses Verfahren mit sehr feinen Grautönen. Davon zu unterscheiden sind echte Fotokarten (Real-Photo-Karten): auf Fotopapier belichtet, häufig vom Fotografen am Ort in winziger Auflage hergestellt, und gerade deshalb oft die einzige erhaltene Aufnahme eines Motivs.
Ankaufsprofil
Welche Karten besonders gesucht sind
Großstadt-Panoramen und Kirchenansichten gibt es in Mengen. Selten ist das Kleine und Konkrete – die Karte, die ein Dorf, eine Straße oder einen Moment zeigt, den sonst niemand fotografiert hat.
- Dörfer und Kleinstädte, besonders mit mehrgeteilten Ansichten
- Bahnhöfe, Postämter, Mühlen, Brauereien und Fabriken
- Gasthöfe, Läden und Straßenzüge mit lesbaren Schildern
- Orte in den früheren deutschen Ostgebieten
- Lithografien und Künstlerkarten der Zeit vor 1905
- Militär-, Regiments- und Feldpostkarten beider Weltkriege
- Ereigniskarten: Brände, Hochwasser, Feste, Einweihungen
- Zeppelin-, Flug- und frühe Verkehrsmotive
Auch ganze Sammlungen und gemischte Kartons
Am liebsten übernehme ich Bestände komplett – auch dann, wenn zwischen den Ansichtskarten Glückwunschkarten, Fotos oder Briefe liegen. Was davon zählt, trenne ich selbst heraus; Sie brauchen vorher nichts zu sichten.
Bewertung
Woran sich der Wert alter Postkarten bemisst
Zwei äußerlich ähnliche Karten können sehr unterschiedlich einzuordnen sein. Auf diese Merkmale kommt es an:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Machart | Echte Fotokarten und frühe Lithografien liegen meist über den Massendrucken großer Verlage. Unter der Lupe zeigt der gerasterte Massendruck ein regelmäßiges Punktraster; Lichtdruck, Steindruck und Fotopapier zeigen keines. |
| Alter | Eine ungeteilte Rückseite spricht für die Zeit vor 1905; verbrauchte Restbestände und abweichende Stichtage im Ausland reichen aber noch einige Jahre darüber hinaus. Die 1920er bis 1940er Jahre sind je nach Motiv unterschiedlich begehrt. |
| Motiv | Kleine Orte schlagen große Städte, Nebenmotive schlagen Hauptsehenswürdigkeiten. Ein Dorfgasthof mit Wirtsnamen ist gefragter als der zehntausendfach gedruckte Kölner Dom. |
| Postweg | Stempel, Marken und der geschriebene Text machen eine Karte zum Zeitdokument. Bitte Briefmarken niemals ausschneiden – das entwertet Karte und Marke zugleich. |
| Erhaltung | Leichte Eckbügen und Altersspuren sind üblich. Problematisch sind Klebereste, Einrisse und mit Fotoecken oder Leim eingeklebte, gewaltsam gelöste Karten. |
Gut zu wissen
Drei häufige Fehler vor dem Verkauf
- Briefmarken ausschneiden oder ablösen. Der Stempelabschlag verbindet Karte, Marke und Datum – getrennt verlieren alle drei.
- Nur die „schönen“ Karten anbieten. Was dem Laien unscheinbar erscheint, ist für den Kenner oft gerade das Gesuchte. Zeigen Sie mir lieber alles.
- Karten in neue Hüllen und Ordner umsortieren. Die Mühe lohnt nicht – die gewachsene Ordnung des Sammlers verrät mir mehr als jede nachträgliche Sortierung.
Kurz gesagt: Je unberührter ein Bestand zu mir kommt, desto besser kann ich ihn beurteilen – und desto einfacher ist es für Sie.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zum Postkartenankauf
Woran erkenne ich, ob meine Karten alt sind?
Ein einfacher Anhaltspunkt ist die Rückseite: Ist sie ungeteilt, deutet das auf die Zeit vor 1905 hin; einzelne Restbestände wurden noch einige Jahre danach verbraucht. Auch Poststempel, alte Pfennig- und Markfrankaturen und altdeutsche Schrift weisen auf die gesuchte Zeit hin. Im Zweifel genügt ein Foto per WhatsApp, und ich ordne die Karten für Sie ein.
Sind ungelaufene Karten weniger wert als gelaufene?
Weder noch – es kommt auf den Einzelfall an. Bei seltenen Motiven zählt vor allem das Bild, bei häufigen Karten können ein interessanter Stempel oder ein aussagekräftiger Text den Ausschlag geben. Beides hat seine Liebhaber.
Ich habe mehrere tausend Karten. Wie läuft das praktisch ab?
Bei großen Beständen genügen zunächst ein paar Übersichtsaufnahmen: offene Kartons, aufgeschlagene Alben, ein Blick auf die Rückseiten. Danach besprechen wir, ob sich eine Abholung, ein Termin vor Ort oder ein versicherter Versand anbietet.
Kaufen Sie auch neuere Karten aus den 1960er Jahren und später?
Mein Schwerpunkt endet um 1950. Liegen neuere Karten mit im Bestand, ist das kein Hindernis – ich sehe alles durch und sage Ihnen ehrlich, welcher Teil für mich infrage kommt.
Postkarten zum Kauf anbieten
Beschreiben Sie mir kurz am Telefon, was bei Ihnen liegt – oder schicken Sie ein paar Handyfotos. Sie erfahren schnell und unverbindlich, ob Ihre Karten für mich interessant sind.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf