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Ankaufsthema · Glückwunschkarten

Alte Glückwunschkarten verkaufen

Ich kaufe Glückwunsch- und Festtagskarten aus der Zeit um 1900 – und sage Ihnen vorab ehrlich, welche davon gesucht sind und welche in fast jedem Nachlass liegen.

Eine ehrliche Vorbemerkung. Viele Glückwunschkarten wurden in Millionenauflagen gedruckt. Wert haben vor allem die frühen, die ungewöhnlichen und die technisch aufwendigen Stücke.
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Zur Sache

Vom Millionenartikel zum Sammelgebiet

Zu Neujahr, Ostern und Pfingsten verschickte das Kaiserreich Karten in unvorstellbaren Mengen; die Post richtete zu den Festen eigene Sonderschichten ein. Hergestellt wurden die Karten überwiegend in deutschen Druckereien, die mit Chromolithografie und Prägedruck damals weltweit führend waren und bis nach Amerika exportierten. Beliebt waren Veilchensträuße, Hufeisen, Glücksschweine, Engel mit goldgeprägtem Strahlenkranz – und zu Pfingsten der Maikäfer, ein Motiv, das es fast nur auf deutschen Karten gibt.

Aus dieser Flut ragt heraus, was schon damals teurer war: Karten mit echten Stoff- und Trockenblumen-Applikationen, Zelluloid-Auflagen, beweglichen Teilen oder Durchleuchteffekt, außerdem künstlerisch entworfene Serien des Jugendstils. Wichtig für die Einordnung ist auch das Alter: Karten mit ungeteilter Adressseite stammen aus der Zeit vor 1905 und gehören damit zur frühen Periode. Der große Rest – brave Blumensträuße der 1910er bis 1930er Jahre – wird gehandelt, aber zu bescheidenen Ansätzen.

Ankaufsprofil

Festtagskarten, die ich suche

Anlass und Machart bestimmen gemeinsam, ob eine Glückwunschkarte gefragt ist.

  • Neujahrskarten mit Jahreszahl im Bild, besonders vor 1900 und zur Jahrhundertwende 1899/1900
  • Prägekarten mit reliefartig erhabenen Blüten, Engeln oder Ornamenten
  • Heiligenmotive mit Goldnimbus zu Kommunion, Konfirmation und Namenstag
  • Krampus-, Nikolaus- und Weihnachtsmann-Darstellungen in alter Ikonografie
  • Zieh- und Klappkarten mit beweglichen Kutschen, Kalendern oder Figuren
  • Halt-gegen-das-Licht-Karten, bei denen Fenster oder Sterne aufleuchten
  • Jugendstilkarten mit Frauenkopf, Ranken und flächigem Farbdruck
  • kuriose Glücksbringer: Fliegenpilze, Schornsteinfeger, Geldregen, Zwerge

Was meist wenig bringt

Damit Sie keine falschen Erwartungen mitnehmen: Einfache Blumen- und Landschaftsgrüße der Zwischenkriegszeit, Konfirmationskarten in Riesenauflage und fromme Serienware der 1930er Jahre sind fast immer nur im großen Konvolut interessant. Ich sage Ihnen am Telefon offen, in welche Gruppe Ihr Bestand fällt.

Bewertung

Was eine Glückwunschkarte wertvoll macht

Fünf Merkmale trennen bei Festtagskarten die gesuchten Stücke von der Masse:

MerkmalWorauf es ankommt
Technik Je mehr Arbeitsgänge in der Karte stecken – Prägung, Goldauflage, Applikation, Mechanik –, desto höher das Sammlerinteresse.
Entstehungszeit Eine ungeteilte Adressseite oder ein Stempel vor 1905 weist die Karte als frühes Stück aus und hebt sie aus der späteren Serienware heraus.
Motivseltenheit Maikäfer in Menschengestalt, Krampusszenen oder politische Neujahrsmotive sind rar; Veilchen und Rosen dagegen allgegenwärtig.
Künstler und Verlag Signierte Entwürfe und nummerierte Serien bekannter Kunstverlage lassen sich gezielt Sammlungen zuordnen.
Unversehrtheit Bei mechanischen Karten müssen alle Teile funktionieren und vorhanden sein – fehlende Zuglaschen oder abgelöste Applikationen mindern deutlich.

Gut zu wissen

Drei Fehler bei Glückwunsch-Beständen

  • Prägungen glattdrücken oder stapeln beschweren. Das Relief ist der halbe Reiz dieser Karten; unter Druck gelagert wird es unwiederbringlich flach.
  • Applikationen ablösen oder festkleben. Lose Seidenbänder, Blüten und Zelluloidteile gehören so belassen, wie sie sind – jede Klebstoffspur ist ein Schaden.
  • Den ganzen Karton als Kitsch abtun. Zwischen hundert gewöhnlichen Karten steckt in Nachlässen immer wieder eine Mechanik- oder Durchleuchtkarte, die den Karton allein rechtfertigt.

Sortieren Sie nicht selbst nach schön und unschön – die Sammlerlogik läuft oft genau andersherum, als man denkt.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Glückwunschkarten

Ich habe ein ganzes Album nur mit Festtagskarten geerbt. Lohnt sich das?

Das hängt von Alter und Machart ab. Ein Album aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mit Präge- und Applikationskarten ist eine Anfrage unbedingt wert; ein Album der 1930er Jahre eher als Ganzes im Paket.

Woran erkenne ich eine mechanische Karte?

An Ziehlaschen am Rand, Drehscheiben mit Niete, aufklappbaren Teilen oder daran, dass gegen das Licht gehalten Fenster und Sterne farbig aufscheinen. Solche Stücke bitte besonders vorsichtig behandeln.

Die Karten sind beschrieben und gelaufen. Ist das schlimm?

Nein, alte Poststempel helfen sogar bei der Datierung. Nur großflächige Tintenflecken auf der Bildseite oder abgerissene Marken samt Papier stören wirklich.

Kaufen Sie auch einzelne besondere Stücke ohne den Rest?

Ja, bei aufwendigen frühen Karten auch einzeln. Meist ist es aber für beide Seiten einfacher, wenn ich den gesamten Posten übernehme und Sie alles auf einmal los sind.

Glückwunschkarten anbieten

Beschreiben Sie mir Umfang und ungefähres Alter Ihres Bestands – ich sage Ihnen ohne Umschweife, ob sich ein Ankauf lohnt.

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