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Ankaufsthema · Marine-Postkarten

Marine-Postkarten verkaufen

Ich kaufe Postkarten der Kaiserlichen Marine – Schiffsporträts, Hafenszenen aus Kiel und Wilhelmshaven, Karten von den Auslandsstationen und Belege mit Marineschiffspost-Stempel.

Der Stempel erzählt die halbe Geschichte. Ein MSP-Stempel mit Nummer verrät, von welchem Schiff eine Karte abgeschickt wurde – auch wenn das Motiv etwas ganz anderes zeigt.
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Zur Sache

Warum Marinekarten ein eigenes Sammelgebiet sind

Die Kaiserliche Marine wuchs nach 1898 durch die Flottengesetze rasant, und mit ihr entstand eine eigene Postkartenwelt: Verlage in den Reichskriegshäfen Kiel und Wilhelmshaven druckten Porträts nahezu jedes Linienschiffs und Kreuzers, oft mit Namenszug und technischer Beschreibung. Für die Besatzungen war die Karte das wichtigste Lebenszeichen nach Hause – entsprechend viel wurde geschrieben, vom Ostseemanöver bis zur mehrjährigen Auslandsreise.

Die Marineschiffspost gab jedem Schiff eine eigene Stempelnummer, weshalb sich viele Karten heute exakt einem Schiff und einem Zeitraum zuordnen lassen. Gesucht sind vor allem Belege der Auslandsstationen – etwa des Ostasiengeschwaders in Tsingtau – sowie alles, was mit den 1916 in der Skagerrakschlacht gebliebenen Schiffen zusammenhängt. Von diesen Einheiten endete die Überlieferung abrupt, entsprechend selten sind späte Karten ihrer Besatzungen.

Ankaufsprofil

Gesuchte Motive und Belege

Bei diesem Gebiet zählen Motiv und Postweg gleichermaßen. Besonders interessant sind:

  • benannte Schiffsporträts von Linienschiffen, Kreuzern und Torpedobooten
  • MSP-Stempel seltener Nummern, besonders kleiner Einheiten
  • Karten aus Tsingtau und von anderen überseeischen Stationen
  • Fotokarten vom Leben an Bord: Deckwäsche, Kohlenübernahme, Äquatortaufe
  • Hafen- und Werftansichten aus Kiel, Wilhelmshaven und Danzig
  • Karten der Kieler Woche und von Flottenparaden vor dem Kaiser
  • Erinnerungs- und Reservistenkarten mit Schiffsnamen und Dienstzeit
  • geschlossene Korrespondenzen eines einzelnen Marineangehörigen

Auch ohne Schiffsmotiv wertvoll

Viele Matrosen schickten gewöhnliche Ortsansichten aus Übersee nach Hause. Solche Karten wirken unspektakulär, tragen aber Stempel und Absender, die sie zu gesuchten Marinebelegen machen – bitte nicht nach dem Bild aussortieren.

Bewertung

Woran sich der Wert bemisst

Ob eine Marinekarte gewöhnlich oder bedeutend ist, hängt von fünf Punkten ab:

MerkmalWorauf es ankommt
Schiff Karten großer, lange im Dienst befindlicher Schiffe sind häufig; kleine Einheiten, Hilfsschiffe und früh verlorene Schiffe sind rar.
Stempelnummer Unter den MSP-Nummern gibt es ausgesprochene Seltenheiten – die Nummer prüfe ich bei jedem Beleg einzeln.
Reise und Station Post von Auslandsreisen und aus den Kolonien steht über der Post aus heimischen Häfen.
Inhalt Berichte über Manöver, Häfen und Ereignisse an Bord heben eine Karte über den bloßen Gruß hinaus.
Zusammenhang der Korrespondenz Eine über Jahre geführte Kartenfolge desselben Matrosen dokumentiert eine ganze Dienstzeit und wird als Einheit bewertet.

Gut zu wissen

Drei Bitten vor dem Verkauf

  • Keine Stempel „freirubbeln“ oder nachziehen. Ein schwacher Originalstempel ist beweiskräftig, ein nachgezogener wertlos.
  • Korrespondenzen nicht auf die schönsten Schiffe reduzieren. Der Verlauf einer Dienstzeit ist mehr wert als eine Auswahl der besten Einzelbilder.
  • Fotos und Papiere des Marineangehörigen nicht abtrennen. Militärpass, Bordfotos und Karten desselben Mannes gehören zusammen und stützen sich gegenseitig.

Am liebsten sehe ich den Marinenachlass vollständig – so, wie er aus der Seekiste oder dem Schrank kommt.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Marine-Beständen

Auf dem Stempel steht nur eine Nummer – welches Schiff war das?

Die Zuordnung der Marineschiffspost-Nummern zu den Schiffen ist dokumentiert, ich schlage das für jeden Beleg nach. Sie brauchen mir nur ein lesbares Foto des Stempels zu schicken.

Sind Karten der Reichsmarine und Kriegsmarine nach 1918 auch gefragt?

Mein Schwerpunkt liegt auf der kaiserlichen Zeit, aber spätere Marinekarten bis 1945 nehme ich im Zusammenhang eines Bestandes gern mit auf. Getrennt anbieten müssen Sie nichts.

Mein Großvater diente auf einem Schiff, das bei Skagerrak sank. Was ist zu beachten?

Solche Korrespondenzen behandle ich mit besonderer Sorgfalt, denn sie enden oft mitten in einem Briefwechsel. Bitte bewahren Sie alles auf, auch die letzte unscheinbare Karte – gerade die späten Belege dieser Schiffe sind selten.

Die Karten sind in Sütterlin geschrieben und ich kann sie nicht lesen.

Das ist kein Hindernis, alte Handschriften lese ich täglich. Der Inhalt fließt in meine Bewertung ein, und auf Wunsch sage ich Ihnen, was in den wichtigsten Karten steht.

Marine-Bestand anbieten

Nennen Sie mir am Telefon den Schiffsnamen oder schicken Sie Bilder einiger Karten samt Stempeln – ich ordne den Bestand ein und mache Ihnen ein klares Angebot.

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