Ankaufsthema · Gasthaus-Postkarten
Gasthaus-Postkarten verkaufen
Ich kaufe alte Wirtshaus-Karten: Ansichten von Gasthöfen, Sälen, Gaststuben und Gartenwirtschaften – besonders gern aus dem Nachlass von Wirtsfamilien selbst.
Zur Sache
Warum das Gasthaus ein eigenes Kartenthema ist
Kaum ein Gewerbe hat so früh und so eifrig Postkarten drucken lassen wie das Gastgewerbe. Der Wirt legte die Karten am Tresen aus, die Ausflügler schrieben sie noch am Tisch – und machten damit kostenlos Reklame für das Haus. Üblich waren Mehrfeldkarten, die Außenansicht, Gaststube und Saal kombinierten, dazu Zeilen wie „Besitzer: Franz N.“ oder Hinweise auf Fernsprechanschluss, Fremdenzimmer und Autogarage.
Mit dem Wirtshaussterben der letzten Jahrzehnte sind diese Häuser zu Tausenden verschwunden oder zu Wohnhäusern umgebaut worden. Die Reklamekarte von damals ist dadurch zum Erinnerungsstück ganzer Gemeinden geworden: Wo einst getanzt, getagt und gefeiert wurde, weiß oft nur noch die Karte. Entsprechend suchen neben Postkartensammlern auch Brauereiarchive, Wirtshausforscher und die Nachfahren der Wirtsleute nach solchen Stücken.
Ankaufsprofil
Gasthaus-Motive, die ich suche
Vom Dorfkrug bis zum Ausflugslokal am Stadtrand – entscheidend ist, wie viel vom Haus und seinem Betrieb zu sehen ist.
- Innenaufnahmen von Schankräumen, Jagdzimmern und Honoratiorenstuben
- Säle mit Bühne, Emporen oder Festschmuck vor einer Veranstaltung
- Wirtshäuser mit Brauerei-Ausleger, Emailschildern und Bierwagen davor
- Ausflugslokale an Aussichtspunkten, Talsperren und Flussufern
- Hotels und Bahnhofshotels kleiner Städte mit Personal vor dem Portal
- Sommerfrischen und Pensionen mit Gästen auf Veranda und Liegewiese
- Kegelbahnen, Schießstände und Biergärten mit vollem Betrieb
- Karten mit aufgedruckten Speisen-, Bier- oder Zimmerpreisen der Zeit
Nachlässe von Wirtsfamilien
Wenn ein Gasthof über Generationen in Familienbesitz war, liegen zu den Karten oft Gästebücher, Speisekarten, Rechnungsblöcke, Brauereiverträge und Fotografien von Festen im Saal. Ein solcher Hausnachlass ist mir als Ganzes deutlich lieber als die Karten allein.
Bewertung
Was eine Gasthauskarte wertvoll macht
Ich achte bei Wirtshaus-Karten auf fünf Dinge – alle ohne Fachliteratur nachprüfbar:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Innenansicht | Eine fotografierte Gaststube ist um ein Vielfaches seltener als die Fassade, denn Innenaufnahmen erforderten damals aufwendige Beleuchtung. |
| Namensnennung | Wirtsname und Hausname auf der Karte erlauben die Zuordnung über Adressbücher und machen das Stück für die Ortsforschung brauchbar. |
| Brauereibezug | Sichtbare Brauereischilder und Ausleger interessieren zusätzlich die Sammler von Brauereiwerbung – zwei Käuferkreise statt einem. |
| Betriebsleben | Kellnerinnen in Schürze, gedeckte Tische und Gäste im Garten heben eine Karte über die bloße Architekturansicht hinaus. |
| Fortbestand | Karten von Häusern, die abgebrannt, abgerissen oder längst geschlossen sind, haben in der Regel die größere Nachfrage. |
Gut zu wissen
Drei Irrtümer bei Wirtshaus-Beständen
- „Das ist ja nur Reklame.“ Gerade die Werbekarte des Wirtes dokumentiert Ausstattung und Alltag des Hauses – als Quelle ist sie wertvoller als manche Stadtansicht.
- Gästebücher und Speisekarten entsorgen. Diese Papiere datieren die Karten, nennen Namen und erzählen die Geschichte des Hauses weiter – bitte nichts davon wegwerfen.
- Die Karte dem heutigen Hausbesitzer überlassen, ohne den Wert zu kennen. Eine Schenkung ist ehrenwert, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein – lassen Sie den Bestand vorher einschätzen.
Ob ein einzelnes Saal-Foto oder der komplette Fundus aus dem alten Gasthof: Melden Sie sich, bevor etwas in den Container geht.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zu Gasthaus-Beständen
Unsere Familie hatte selbst ein Gasthaus. Was aus dem Bestand ist interessant?
Grundsätzlich alles, was den Betrieb zeigt oder belegt: Karten, Fotos, Gästebücher, Geschäftspapiere, selbst alte Schilder. Am besten heben Sie zunächst alles auf und wir gehen es gemeinsam durch.
Ist eine Gasthauskarte ohne Ortsangabe zu bestimmen?
Meist ja. Über Wirtsname, Brauereischild, Poststempel und Bauform lässt sich das Haus in vielen Fällen wieder einem Ort zuordnen – das gehört zu meiner Arbeit.
Das Lokal existiert noch. Senkt das den Wert der Karte?
Nicht unbedingt. Frühe Innenansichten und Karten aus der Zeit vor größeren Umbauten bleiben auch bei bestehenden Häusern gesucht, etwa für Jubiläen und Hauschroniken.
Ich habe nur drei oder vier solcher Karten zwischen anderen Motiven gefunden.
Auch dafür lohnt die Anfrage, denn Gasthauskarten kleiner Orte tauchen selten auf. Bieten Sie mir am besten gleich den ganzen Fund an, ich sortiere nichts vorschnell aus.
Gasthaus-Bestand anbieten
Ein Anruf oder ein paar Fotos genügen für die erste Einordnung. Sie erreichen mich direkt, ohne Umweg über ein Büro.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf