Ankaufsthema · Auswandererbriefe
Auswandererbriefe verkaufen
Ich kaufe Briefe von Ausgewanderten an die Daheimgebliebenen – Amerikabriefe und andere Übersee-Korrespondenzen, die in vielen Familien seit dem 19. Jahrhundert aufbewahrt werden.
Zur Sache
Als Millionen gingen und schrieben
Im 19. Jahrhundert verließen mehr als fünf Millionen Deutsche ihre Heimat Richtung Nordamerika, in großen Wellen um 1848, in den 1850er Jahren und noch einmal massiv in den 1880er Jahren. Sie reisten über Bremen, Bremerhaven und Hamburg und hielten die Verbindung nach Hause fast ausschließlich brieflich. Der „Amerikabrief“ wurde im Dorf herumgereicht, vorgelesen und oft jahrzehntelang verwahrt – nicht selten löste er die Auswanderung der nächsten Verwandten aus.
Heute suchen amerikanische Nachfahren nach genau diesen Familien, und weil die Bremer Passagierlisten größtenteils vernichtet wurden, sind private Papiere oft die einzige verbliebene Spur einer Auswanderung. Auch die Forschung sammelt solche Korrespondenzen gezielt; die große deutsche Auswandererbrief-Sammlung wird an der Forschungsbibliothek Gotha bewahrt. Was auf dem Dachboden nach vergilbter Familienpost aussieht, kann für eine Familie in Ohio oder Texas das fehlende Bindeglied ihrer Herkunft sein.
Ankaufsprofil
Diese Überseepost interessiert mich
Vom einzelnen frühen Brief bis zur über Generationen fortgesetzten Korrespondenz – auch die Gegenrichtung, Briefe aus der Heimat nach Übersee, taucht in Nachlässen auf.
- Amerikabriefe der Jahrzehnte vor und nach 1850
- Berichte über Überfahrt, Einwanderungsstationen und ersten Broterwerb
- Briefe deutscher Siedler aus dem Mittleren Westen, aus Texas oder Pennsylvania
- Post aus Südamerika, Afrika oder Australien an deutsche Familien
- Korrespondenzen um Erbschaften, Hofübergaben und Geldsendungen
- Auswandererbriefe mit beiliegenden Porträtfotos aus amerikanischen Ateliers
- Schiffskarten, Passagen-Quittungen und Agenturpapiere der Auswanderung
- Briefe von Kriegsteilnehmern deutscher Herkunft in amerikanischen Diensten
Das Umfeld gehört dazu
Neben den Briefen selbst sind Auswanderungsgenehmigungen, Heimatscheine, Konsulatspapiere und Adressbüchlein von Bedeutung – solche Beistücke belegen, wer ging, wann und wohin, und bleiben am besten beim Briefbestand.
Bewertung
Wonach ich Auswandererbriefe bewerte
Bei Überseepost greifen postgeschichtliche und genealogische Maßstäbe ineinander. Diese Punkte geben den Ausschlag:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Frühzeit | Briefe aus der Zeit vor den organisierten Dampferlinien, als eine Atlantiküberquerung noch Wochen dauerte, sind entsprechend selten erhalten. |
| Namen und Orte | Ein Brief, der Herkunftsdorf und Zielort nennt, lässt sich einer Familie zuordnen – dadurch entsteht die Nachfrage von Ahnenforschern. |
| Inhaltliche Substanz | Berichte über Landpreise, Sklaverei, Indianerkriege, Goldrausch oder den Sezessionskrieg heben einen Brief weit über Grußpost hinaus. |
| Transatlantische Belege | Marken, Leitvermerke und Schiffsstempel auf den Kuverts dokumentieren die Postwege und haben eigenen Sammlerwert. |
| Familienzusammenhang | Bleiben Briefe, Fotos und Auswanderungspapiere einer Familie beisammen, entsteht eine geschlossene Migrationsgeschichte – die gesuchteste Form. |
Gut zu wissen
Drei Dinge, die Auswandererpost entwerten
- Die amerikanischen Marken herauslösen. Der Umschlag mit Marke und Stempel gehört zum Brief wie die Unterschrift – getrennt verlieren beide Teile.
- Die Briefe auf die Verwandtschaft verteilen. Eine zerstreute Korrespondenz lässt sich nie wieder zusammenführen; besser ist eine Entscheidung über den Bestand als Ganzes.
- Ortsangaben modern „korrigieren“. Alte Schreibweisen von Orts- und Familiennamen sind Suchbegriffe für die Genealogie und dürfen nicht überschrieben werden.
Am wertvollsten ist der Bestand in dem Zustand, in dem ihn die Familie über Generationen bewahrt hat – genau so nehme ich ihn entgegen.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zu Auswandererbriefen
Die Briefe sind teils auf Englisch – die Enkel schrieben irgendwann nicht mehr deutsch.
Dieser Sprachwechsel ist typisch für die zweite und dritte Generation und mindert nichts. Ich arbeite mit Material in beiden Sprachen und ordne auch gemischte Korrespondenzen ein.
Wir wissen nicht mehr, wer der Absender aus Amerika war.
Häufig lässt sich das rekonstruieren – aus Anreden, erwähnten Ereignissen, Poststempeln und Ortsnamen. Genau solche Puzzlearbeit gehört zu meiner Durchsicht dazu.
Könnten amerikanische Nachfahren Interesse an den Originalen haben?
Ja, die genealogische Nachfrage aus den USA ist beträchtlich, und ich vermittle Bestände auch dorthin. Für Sie ändert das am Ablauf nichts: Sie verkaufen an mich, die Weitervermittlung ist meine Sache.
Es sind nur drei Briefe, aber von 1854.
Melden Sie sich unbedingt. Aus den frühen Auswanderungsjahren ist so wenig Post erhalten, dass schon wenige datierte Stücke eine Anfrage rechtfertigen.
Auswandererpost anbieten
Nennen Sie mir Zielland, ungefähre Jahre und Umfang des Bestandes – mehr braucht es für eine erste Einschätzung nicht. Ich melde mich zügig zurück.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf