Ankauf in Hamburg · Postkarten & Fotos
Postkarten verkaufen in Hamburg
Hamburg liegt für mich fast vor der Haustür: Mein Standort südlich der Elbe ist nur eine kurze Fahrt entfernt. Ansichtskarten, Alben und Nachlässe aus der Hansestadt besichtige ich darum gern persönlich – vom Schuhkarton bis zum kompletten Familienarchiv.
Regional
Hafenstadt und Auswandererstadt – zweifach interessant
Zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1930er Jahren verließen rund fünf Millionen Auswanderer Europa über den Hamburger Hafen. Die HAPAG unter Albert Ballin stieg dabei zur größten Reederei der Welt auf und errichtete auf der Veddel eigene Auswandererhallen – dort, wo heute das Museum BallinStadt an diese Zeit erinnert. In vielen Hamburger Familien blieb davon etwas zurück: Briefe aus Amerika, Schiffskarten, Fotos vom Abschied an den Landungsbrücken.
Die zweite Besonderheit ist bitterer: Die Luftangriffe vom Sommer 1943 zerstörten ganze Viertel wie Hammerbrook oder Rothenburgsort nahezu vollständig. Vom dicht bebauten Vorkriegs-Hamburg existieren daher viele Straßen nur noch auf Karten und Fotos. Genau deshalb suche ich Hamburger Stadtteilansichten so beharrlich – sie zeigen eine Stadt, die es in dieser Gestalt nicht mehr gibt.
Ankaufsprofil
Diese Hamburger Motive interessieren mich
Michel, Rathaus und Alsterpanorama wurden in riesigen Auflagen gedruckt. Spannender ist das, was daneben lag:
- Straßenzüge aus Hammerbrook, Rothenburgsort, Barmbek oder St. Georg vor 1943
- Hafenbecken, Kaischuppen, Werften und Schwimmdocks im Arbeitsalltag
- Landungsbrücken, Elbtunnel und Fährverkehr mit Menschen im Bild
- Kneipen, Läden und Speicher mit lesbaren Firmenschildern
- Dampfer- und Reedereikarten von HAPAG und anderen Linien
- Auswandererhallen, Einschiffung und Abschiedsszenen
- St. Pauli, Spielbudenplatz und Hamburger Dom in frühen Aufnahmen
- Vororte und das alte Land Hamburg vor dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937
Auch von jenseits der Stadtgrenze
In Hamburger Nachlässen liegt selten nur Hamburg: Karten der Reiseziele, der Verwandtschaft in Übersee oder aus den Herkunftsorten der Familie kaufe ich im selben Zug mit an – mein Ankauf endet nicht am Stadtrand.
Bewertung
Was eine Hamburger Karte oder einen Brief wertvoll macht
Bei Hafen- und Auswandererbeständen zählen andere Dinge als bei reinen Ansichtskartensammlungen:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Verschwundene Viertel | Je genauer eine Karte eine 1943 zerstörte Straße zeigt, desto gefragter ist sie – bei Stadtforschern ebenso wie bei alten Hamburger Familien. |
| Schiffsbezug | Karten mit benanntem Dampfer, Bordstempel oder Seepost-Entwertung verbinden Stadtgeschichte und Schifffahrtsgeschichte und haben zwei Sammlerkreise zugleich. |
| Übersee-Korrespondenz | Auswandererbriefe mit Inhalt, Umschlag und Laufweg sind kleine Zeitkapseln. Vollständige Briefwechsel über Jahre hinweg bewerte ich besonders sorgfältig. |
| Frühe Aufnahmen | Fotografien und Lichtdrucke aus der Zeit vor 1905 zeigen den Hafen noch mit Segelschiffen und Ewern – diese Frühzeit ist dünn überliefert. |
| Firmenkontext | Geschäftspost mit Briefkopf, Stempel und Rechnungen dokumentiert das hanseatische Wirtschaftsleben und gehört zum Bestand dazu. |
Gut zu wissen
Drei Fehler, die bei Hamburger Beständen häufig passieren
- Briefmarken vom Umschlag lösen. Ein Beleg mit Marke, Stempel und Anschrift ist ein Ganzes. Abgelöst verliert die Marke fast immer, der Brief sowieso.
- Schiffskarten als bloße Werbung abtun. Reedereikarten wirken unscheinbar, dokumentieren aber Linien, Schiffe und Routen – für Schifffahrtssammler sind sie Quellenmaterial.
- Feuchte Kellerbestände erst einmal trocknen lassen. Bei Wasserschaden zählt Zeit. Melden Sie sich sofort, statt Papier auf der Heizung zu trocknen – dabei geht mehr kaputt als durch die Nässe selbst.
Im Zweifel gilt: erst anrufen, dann anfassen. Ich sage Ihnen am Telefon, worauf es bei Ihrem Bestand ankommt.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen aus Hamburg
Kommen Sie zur Besichtigung in die Stadt?
Ja, das ist von meinem Standort aus gut machbar – ich bin regelmäßig in Hamburg unterwegs. Nennen Sie mir Stadtteil und Umfang, dann finden wir zügig einen Termin bei Ihnen zu Hause.
Wir haben nur Briefe aus Amerika, keine Postkarten. Passt das?
Unbedingt. Auswandererkorrespondenz ist ein eigenes Sammelgebiet, und Hamburg ist dafür eine der ergiebigsten Städte überhaupt. Auch Fotos, Schiffspapiere und Passagierunterlagen sehe ich mir gern mit an.
Die Sammlung liegt bei Verwandten außerhalb Hamburgs.
Kein Problem – ich kaufe im gesamten Bundesgebiet an. Je nach Entfernung und Umfang verabreden wir eine Anfahrt dorthin oder einen versicherten Versand.
Woran erkenne ich, ob unsere Hamburg-Karten alt genug sind?
Ein grober Anhalt: ungeteilte Rückseiten deuten auf die Zeit vor 1905, Reichsmark-Frankaturen auf die Zeit vor 1945. Sicherer ist es, mir einfach ein paar Bilder zu schicken – die Einordnung übernehme ich.
Hamburger Bestand anbieten
Ein kurzer Anruf oder ein paar Fotos per Nachricht genügen für eine erste Einschätzung. Wenn es passt, bin ich zur Besichtigung schneller bei Ihnen, als Sie ein Paket packen könnten.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf