Ankauf in Mecklenburg-Vorpommern · Postkarten & Fotos
Postkarten verkaufen in Mecklenburg-Vorpommern
Zwischen Ostseeküste und Seenplatte kaufe ich Ansichtskarten, Fotografien und ganze Papiernachlässe an – vom Bäderalbum der Kaiserzeit bis zum Fluchtgepäck einer pommerschen Familie.
Regional
Die geteilte Provinz und ihre Erben
1945 zerriss die neue Grenze die alte Provinz Pommern: Vorpommern mit Stralsund, Greifswald und Rügen blieb deutsch, Hinterpommern kam an Polen – und mit ihm die Provinzhauptstadt Stettin, die westlich der Oder liegt, samt Swinemünde und der Insel Wollin. Hunderttausende Hinterpommern flohen westwärts – über die Oder, über die winterliche Ostsee oder mit den letzten Schiffen aus den Küstenstädten – und viele von ihnen fanden gleich hinter der neuen Grenze in Vorpommern und Mecklenburg ein Zuhause. Ihr gerettetes Papier bewahren die Familien der Region bis heute auf.
Dazu kommt eine zweite Besonderheit: An dieser Küste entstanden Urlaubskarten in großer Zahl, denn die Seebäder von Heiligendamm – 1793 als erster deutscher Seebadeort gegründet – über Binz bis zu den Kaiserbädern auf Usedom empfingen Gäste aus dem ganzen Reich. In den Jahrzehnten der DDR blieben solche Bestände meist in den Familien, weshalb sie heute oft geschlossen und unberührt beim Ausräumen von Häusern zum Vorschein kommen. Beides zusammen – pommersches Fluchtgut und Bädergeschichte – macht die Nachlässe dieses Landes so ergiebig.
Ankaufsprofil
Motive, die ich im Nordosten suche
Strandkorb und Seebrücke gibt es tausendfach. Den Ausschlag geben die Karten dahinter – Hinterland, Hinterhöfe, Hinterpommern.
- Straßenzüge und Hafenviertel Stettins vor 1945
- kleine hinterpommersche Städte und Kirchdörfer, heute polnisch
- Fischerkaten, Bodden- und Haffdörfer abseits der Seebäder
- mecklenburgische Gutshäuser mit benanntem Ort und Besitzer
- frühe Bäderkarten mit Badekarren, Strandleben und Hotelnamen
- Bäderbahnen, Ausflugsdampfer und Fährverbindungen
- Marine- und Feldpostbelege aus den Küstenorten
- Sturmfluten, Eiswinter und andere festgehaltene Ereignisse
Auch das ist interessant
Zu pommerschen Fluchtnachlässen gehören häufig Heimatkreis-Rundbriefe, Suchdienst-Korrespondenz und lose Familienfotos ohne Beschriftung – auch diese scheinbaren Nebensachen sehe ich mir grundsätzlich mit an.
Bewertung
Was hier über den Wert entscheidet
Für eine erste Einordnung reichen fünf Beobachtungen, die keinerlei Vorkenntnisse verlangen:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Diesseits oder jenseits | Karten aus dem heute polnischen Hinterpommern werden nach meiner Erfahrung häufiger nachgefragt als vergleichbare vorpommersche Motive. |
| Bäder-Epoche | Strandszenen vor 1914 mit Badekarren und benannten Logierhäusern übertreffen die Standardgrüße späterer Sommer bei weitem. |
| Fotograf | Arbeiten kleiner Küsten- und Landfotografen existieren oft nur in einer Handvoll Abzügen. |
| Lesbarkeit | Ortsname, Datum und Absender auf der Rückseite machen eine Karte für Heimatforschung erst richtig nutzbar. |
| Unberührtheit | Bestände, die seit Jahrzehnten geschlossen lagerten, besitzen einen Quellenwert, den keine nachträgliche Auslese ersetzt. |
Gut zu wissen
Drei Bitten an Sie
- Feuchte Funde nicht trocknen wollen. Karten vom Boden oder aus dem Keller bitte nicht heizen oder föhnen – lieber so lassen und rasch melden.
- Unbeschriftete Fotos nicht entsorgen. Was namenlos wirkt, lässt sich über Nachbarbilder und Alben oft doch noch einem Ort zuordnen.
- Alben nicht auseinandernehmen. Die Reihenfolge der Seiten ist bei Bäder- wie bei Fluchtbeständen ein Teil der Aussage.
Je weniger Sie vorab eingreifen, desto besser kann ich beurteilen, was Sie da eigentlich besitzen.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen aus Mecklenburg-Vorpommern
Unsere Karten stammen aus Kolberg und Stolp. Hat das heute noch Bedeutung?
Sehr viel sogar. Hinterpommersche Ansichten werden von Vertriebenenfamilien, Heimatkreisen und zunehmend von polnischen Regionalforschern gesucht, da vielerorts kaum Bildmaterial die Kriegs- und Nachkriegszeit überstand.
Das Haus meiner Großeltern wird aufgelöst, alles liegt noch auf dem Boden. Wie gehe ich vor?
Lassen Sie die Sachen zunächst, wo sie sind, und rufen Sie mich an. Anhand weniger Bilder verabreden wir dann das weitere Vorgehen – notfalls komme ich auch kurzfristig in den Nordosten.
Sind gewöhnliche Urlaubsgrüße von der Ostsee etwas wert?
Das hängt vom Alter und vom Detail ab: Je früher die Karte und je genauer Hotel, Pension oder Strandabschnitt benannt sind, desto eher ja. Ich sage Ihnen ehrlich, wenn es sich nicht lohnt.
Können Sie den Bestand auch ankaufen, ohne dass ich verreisen muss?
Selbstverständlich – Anfragen sind aus jedem Ort des Landes möglich, und für die Abwicklung stehen versicherter Versand oder ein Hausbesuch nach Terminabsprache zur Wahl.
Bestand aus Mecklenburg-Vorpommern anbieten
Zwischen Schaalsee und Stettiner Haff bin ich für Sie erreichbar – melden Sie sich formlos, den Rest besprechen wir in Ruhe.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf