Ankauf in Berlin · Postkarten & Fotos
Postkarten verkaufen in Berlin
In Berliner Wohnungen hat sich über Generationen viel Postkarten- und Fotomaterial angesammelt – ich kaufe Ansichtskarten, Fotoalben und komplette Papiernachlässe aus allen Bezirken an.
Regional
Hauptstadt der Postkarte, Sammelbecken der Erinnerung
Um 1900 gehörte Berlin zu den wichtigen Standorten der deutschen Ansichtskartenherstellung: Dutzende Verlage und Fotoanstalten – darunter die Neue Photographische Gesellschaft in Steglitz, einer der größten Hersteller fotografischer Karten im Reich – lieferten von hier in alle Landesteile. Zugleich hielten unzählige Amateure und Atelierfotografen den Alltag der Millionenstadt fest. Weil der Krieg ganze Viertel auslöschte und Teilung wie Wiederaufbau das Stadtbild nochmals umformten, sind diese Aufnahmen heute oft das letzte Bild verschwundener Straßen.
Berlin war außerdem die erste Station für Hunderttausende, die nach 1945 aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße kamen; viele blieben in der geteilten Stadt. Deshalb tauchen in Berliner Wohnungen bemerkenswert häufig Karten aus Königsberg, Stettin, Breslau oder Danzig auf, aufbewahrt neben den eigenen Berlin-Motiven. Mit der jetzt gehenden Erbengeneration werden solche Bestände in großer Zahl frei – meist im Zuge einer Wohnungsauflösung, bei der schnell entschieden werden muss.
Ankaufsprofil
Berliner Motive, auf die es ankommt
Brandenburger Tor und Gedächtniskirche existieren millionenfach. Die gesuchten Karten zeigen das Berlin dazwischen – die Stadt der Höfe, Läden und Kieze.
- Wohnstraßen in Vierteln wie Wedding, Rixdorf, Moabit oder Friedrichshain
- Eckkneipen, Warenhäuser, Markthallen und Litfaßsäulen mit lesbarer Reklame
- verschwundene Bauten: Stadtschloss-Umfeld, Scheunenviertel, alte Bahnhöfe
- Vororte vor der Eingemeindung von 1920, etwa Cöpenick, Spandau oder Pankow
- Pferdeomnibusse, Hoch- und Untergrundbahn, Verkehrsszenen
- Ereigniskarten: Kaiserparaden, Gewerbeausstellung 1896, Olympia 1936
- Fotokarten aus Hinterhöfen, Werkstätten und Fabriken
- mitgebrachte Ostgebiets-Karten aus Flüchtlingsfamilien
Auch das ist interessant
Adressbücher, Geschäftspapiere, Theaterprogramme und private Fotoalben ergänzen Berliner Kartenbestände oft aufs Beste – bei einer Wohnungsauflösung nehme ich das Papier gern insgesamt in Augenschein.
Bewertung
Wonach sich der Wert Berliner Karten richtet
Sie müssen nichts recherchieren – diese fünf Gesichtspunkte zeigen bereits, ob ein Bestand heraussticht:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Kiez statt Kulisse | Eine Karte der eigenen Wohnstraße wurde nur für die Anwohner gedruckt – ihre Auflage war winzig, ihr Sammlerwert ist es nicht. |
| Zerstörungsgrad | Je gründlicher eine Gegend 1945 unterging, desto gefragter ist ihre Vorkriegsansicht bei Stadthistorikern und Heimatforschern. |
| Verlag und Machart | Frühe Lichtdrucke und echte Fotoabzüge Berliner Anstalten stehen deutlich über den Massenware-Serien der Zwischenkriegszeit. |
| Herkunftsgeschichte | Stammt der Bestand erkennbar aus einer Flüchtlingsfamilie, gehören die Ostgebiets-Stücke zu den wertvollsten Teilen. |
| Vollständigkeit | Ein ungeteiltes Album mitsamt Briefen und Fotos wiegt schwerer als jede daraus gezogene Einzelkarte. |
Gut zu wissen
Drei Dinge, die Sie in Berlin nicht tun sollten
- Nicht unter Zeitdruck entrümpeln. Was einmal im Container liegt, ist unwiederbringlich – ein Anruf vor der Räumung kostet nichts.
- Keine Vorauswahl nach Bekanntheit treffen. Wer nur die hübschen Hauptstadtmotive herauslegt, entfernt oft genau die seltenen Nebenstraßen.
- Konvolute nicht auf mehrere Käufer verteilen. Zerteilte Nachlässe verlieren ihren dokumentarischen Zusammenhang und in der Summe auch an Wert.
Zeigen Sie mir den Bestand so, wie die Wohnung ihn hergibt – bewerten und ordnen ist anschließend meine Aufgabe.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen aus Berlin
Die Wohnung muss in zwei Wochen leer sein. Schaffen wir das?
In Berlin bin ich in aller Regel kurzfristig vor Ort, oft innerhalb weniger Tage. Schildern Sie mir am Telefon die Lage, dann richte ich mich nach Ihrem Räumungstermin.
Im Nachlass liegen Karten aus Ostpreußen und Schlesien. Ist das für Sie relevant?
Ganz besonders. Solche mitgebrachten Bestände aus den früheren deutschen Ostgebieten sind ein Schwerpunkt meines Ankaufs und in Berlin häufiger anzutreffen als fast überall sonst. Bitte nichts davon aussortieren.
Zählt auch die Zeit nach 1945, etwa Mauer- und DDR-Karten?
Mein Kerngebiet endet um 1950, doch bei geschlossenen Berliner Nachlässen schaue ich mir die späteren Jahrzehnte mit an. Trennen müssen Sie vorher nichts.
Ich habe nur eine Schachtel voll – reicht das für eine Anfrage?
Ja. Der Umfang sagt wenig über den Gehalt; unter hundert Karten aus einer Steglitzer Wohnung kann eine einzige seltene Hofansicht stecken. Zwei, drei Handyfotos genügen mir für eine erste Einordnung.
Bestand aus Berlin anbieten
Ob Charlottenburg oder Marzahn: Ein Anruf oder ein paar Bilder per Nachricht genügen, und Sie wissen noch am selben Tag, woran Sie sind.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf