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Hindenburg · Oberschlesien · Ansichtskarten

Hindenburg-Postkarten verkaufen

Ich suche Ansichtskarten und Fotokarten aus Hindenburg O.S. – dem heutigen Zabrze – aus der Zeit bis 1945: Grubenanlagen, Werkskolonien, Straßenzüge und den Grenzalltag der Zwischenkriegszeit.

Alben und lose Karten bitte zusammenlassen. Was eine Familie aus dem Revier aufgehoben hat, ergibt erst im Verbund seine Aussage – und seinen Wert.
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Ortskunde

Vom größten Dorf Europas zur Industriestadt Hindenburg

Der Ort hieß bis 1915 Zabrze, wurde dann nach dem Generalfeldmarschall in Hindenburg O.S. umbenannt und erhielt erst 1922 das Stadtrecht – bis dahin galt er mit weit über fünfzigtausend Einwohnern als größtes Dorf Europas. Gewachsen ist er vollständig aus Kohle und Eisen: Königin-Luise-Grube, Guido-Grube, Kokereien und die Borsigwerke mit ihrer eigenen Werkskolonie prägten das Bild. Bei der Teilung Oberschlesiens 1922 blieb Hindenburg deutsch, doch die polnische Grenze lag direkt am östlichen Stadtrand und zerschnitt Straßenbahnlinien und Werksverbindungen.

Seit 1945 heißt die Stadt wieder Zabrze; manche Fördertürme und Kolonien stehen noch, die Guido-Grube ist heute ein vielbesuchtes Besucherbergwerk. Auf den Karten liegt trotzdem eine untergegangene Welt: der Ortsname selbst, die deutschen Ladenaufschriften an der Kronprinzenstraße, der kleine Grenzverkehr der Jahre 1922 bis 1939. Weil der Name zweimal wechselte, lassen sich Hindenburg-Karten ungewöhnlich genau einordnen – ein Grund, warum sich deutsche wie polnische Sammler gleichermaßen dafür interessieren.

Ankaufsprofil

Motive, die bei Hindenburg besonders interessieren

Repräsentative Prachtansichten gab es hier kaum. Die Stärke der Hindenburg-Karten ist die ungeschminkte Nähe zu Arbeit und Alltag im Revier.

  • Fördergerüste, Schachtanlagen und Halden der Gruben
  • Kolonie Borsigwerk und andere Werkssiedlungen mit ihren Häuserzeilen
  • Kronprinzenstraße mit Geschäften, Wirtshäusern und Straßenbahn
  • Zollstellen und Grenzszenen am östlichen Stadtrand nach 1922
  • Kirchen, Schulen, Lazarett und Amtsgebäude der jungen Stadt
  • Belegschaftsaufnahmen und Werksfeste als Fotokarte
  • Gruß-aus-Zabrze-Karten aus der Zeit vor der Umbenennung 1915
  • Feldpost des Ersten Weltkriegs mit Hindenburg-Stempeln

Auch das ist interessant

Neben Karten nehme ich aus Hindenburger Nachlässen gern Arbeitsbücher, Knappschaftspapiere, Werksausweise und private Fotos dazu – Unterlagen der Bergleute erzählen dieselbe Geschichte wie die Karten und gehören in denselben Bestand.

Bewertung

Was eine Hindenburg-Karte wertvoll macht

Der Maßstab ist hier ein anderer als bei den großen Städten: Schon das bloße Vorhandensein bestimmter Motive ist selten. Darauf kommt es an:

MerkmalWorauf es ankommt
Seltenheit Weil kaum Fremdenverkehr bestand, wurden viele Motive nur einmal in kleiner Auflage gedruckt – Überlebende solcher Serien sind rar.
Namensform Zabrze, Hindenburg oder beides im Stempel: Die Namenswechsel von 1915 und 1945 machen jede Karte präzise datierbar und sammelwürdig.
Grubenbezug Karten, die eine bestimmte Schachtanlage benennen, sind für Bergbau- und Heimatsammler gezielt gesucht.
Beschriftung Handschriftliche Zeilen von Bergmannsfamilien geben den Karten Quellenwert – bitte nichts entfernen.
Konvolut Ein zusammenhängender Familienbestand mit Karten, Fotos und Papieren wird höher eingeschätzt als dieselben Stücke einzeln.

Gut zu wissen

Drei Dinge, die Sie nicht tun sollten

  • Nur die hübschen Karten heraussuchen. Rauchende Schlote und graue Kolonien wirken unattraktiv, sind aber der eigentliche Kern des Sammelgebiets Hindenburg.
  • Papiere der Bergleute wegwerfen. Werksausweise, Lohnbücher und Knappschaftsunterlagen machen einen Kartenbestand erst zum Nachlass.
  • Karten reinigen oder glätten. Jeder Versuch, Gebrauchsspuren zu beseitigen, richtet mehr Schaden an als die Spuren selbst.

Am wertvollsten ist der Bestand in genau dem Zustand, in dem Sie ihn gefunden haben.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Hindenburg-Beständen

Auf meinen Karten steht Zabrze statt Hindenburg – ist das dasselbe?

Ja, es ist dieselbe Stadt: Zabrze bis 1915, dann Hindenburg O.S., seit 1945 wieder Zabrze. Karten mit der frühen Namensform gehören sogar zu den älteren und oft interessanteren Stücken.

Die Stadt ist doch jung – kann so etwas überhaupt gesucht sein?

Gerade deshalb. Weil Hindenburg nie ein Reiseziel war, wurden dort viel weniger Karten gedruckt als in Breslau oder Oppeln. Was erhalten blieb, ist entsprechend knapp und bei Reviersammlern gefragt.

Ich habe hauptsächlich Fotos von Bergleuten, nur wenige Karten.

Auch das interessiert mich. Belegschafts- und Familienfotos aus dem Revier bewerte ich zusammen mit den Karten als einen Bestand – bitte alles beisammen lassen.

Wie erfahre ich, ob sich mein Bestand lohnt?

Beschreiben Sie mir am Telefon kurz, was da ist, oder senden Sie einige Bilder. Ich sage Ihnen offen, ob ein Ankauf infrage kommt – auch dann, wenn er es nicht tut.

Hindenburg-Bestand anbieten

Melden Sie sich formlos – ob drei Karten oder drei Kartons, ich schaue mir jeden Revierbestand an und antworte in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf

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