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Gleiwitz · Oberschlesien · Ansichtskarten

Gleiwitz-Postkarten verkaufen

Ich kaufe Ansichtskarten, Fotokarten und ganze Alben mit Motiven aus Gleiwitz und dem westlichen Industrierevier – von der Kaiserzeit bis 1945, gern auch zusammen mit Karten aus den Nachbarstädten.

Bitte vorab nichts aussortieren. Gerade Karten mit Zollhäuschen, Werkstoren oder Kanalanlagen wirken unscheinbar – es sind aber genau die gesuchten Motive.
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Ortskunde

Gleiwitz: alte Hüttenstadt und Grenzstadt nach 1922

Gleiwitz gehört zu den ältesten Industriestandorten Oberschlesiens: In der königlichen Eisengießerei ging 1796 der erste koksbefeuerte Hochofen des europäischen Festlands in Betrieb, der Klodnitzkanal verband die Stadt mit der Oder, dazu kamen Maschinenbau, Drahtwerke und ein bedeutender Eisenbahnknoten. Nach der Volksabstimmung von 1921 und der Teilung des Reviers 1922 blieb Gleiwitz deutsch – die neue Grenze zu Polen verlief wenige Kilometer südöstlich der Stadt, das nahe Kattowitz lag plötzlich im Ausland.

Anders als viele niederschlesische Städte wurde Gleiwitz 1945 nicht flächig zerstört; als Gliwice steht die Bausubstanz zu großen Teilen noch. Verschwunden ist dagegen die Welt auf den Karten: die deutschen Geschäfte der Wilhelmstraße, die Schlagbäume und Zollstellen der Zwischenkriegszeit, die alte Hütte, der Sender mit seinem hölzernen Turm, der durch den fingierten Überfall vom 31. August 1939 in die Geschichte einging. Genau diese Ansichten suchen heute Sammler und Stadtforscher in Gliwice ebenso wie die Familien ehemaliger Gleiwitzer.

Ankaufsprofil

Motive, die bei Gleiwitz besonders interessieren

Rathaus und Ring wurden oft gedruckt. Seltener – und deshalb gefragter – sind die Karten, die Industrie, Grenze und Alltag zeigen.

  • Wilhelmstraße mit Läden, Passanten und Firmenwerbung
  • Eisengießerei, Drahtwerke und Werkstore mit Belegschaft
  • Klodnitzkanal, Hafen und Verladeanlagen
  • Grenzübergänge, Schlagbäume und Zollhäuser nach 1922
  • der hölzerne Sendeturm von 1935 und das Funkhaus
  • Bahnhof, Straßenbahnen und frühe Automobile im Straßenbild
  • Vorstädte und Ortsteile wie Petersdorf, Richtersdorf oder Sosnitza
  • Vereins- und Festkarten sowie Feldpost mit Gleiwitzer Stempeln

Auch das ist interessant

Gleiwitzer Bestände enthalten fast immer auch Karten aus Hindenburg, Beuthen oder dem Umland – bitte nicht trennen. Werksfotos, Belegschaftsbilder und Papiere der Hütten- und Grubenbetriebe gehören ebenfalls dazu und werden mit angesehen.

Bewertung

Woran sich der Wert einer Gleiwitz-Karte bemisst

Feste Preise pro Stück gibt es nicht. Ein paar Merkmale entscheiden, ob ein Bestand heraussticht – Sie können sie ohne Vorwissen prüfen:

MerkmalWorauf es ankommt
Motiv Industrie-, Kanal- und Grenzansichten sind bei Gleiwitz deutlich seltener als Kirchen- und Marktbilder – und entsprechend gefragter.
Zeitstellung Ob eine Karte vor oder nach der Teilung von 1922 lief, zeigen Stempel und Frankatur. Belege aus den Grenzjahren interessieren Sammler auf beiden Seiten.
Machart Echte Fotokarten kleiner Gleiwitzer Ateliers entstanden in winzigen Auflagen und sind gedruckten Serien fast immer überlegen.
Rückseite Absender, Text und Poststempel verwandeln die Karte in eine Quelle. Bitte nichts ablösen oder ausradieren.
Erhaltung Normale Alterung schadet wenig. Problematisch sind nur Beschnitt, Klebereste und feucht gewordene Stapel.

Gut zu wissen

Drei Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Briefmarken oder Stempel ablösen. Gerade die Entwertungen dokumentieren den Weg einer Karte über die neue Grenze von 1922 – für Sammler oft der eigentliche Reiz.
  • Den Bestand nach Städten auseinandersortieren. Gleiwitz, Hindenburg und Beuthen gehören im Revier zusammen; der gewachsene Zusammenhang sagt mehr als jede Einzelkarte.
  • Beschädigte Stücke entsorgen. Eine geknickte Fotokarte vom Werkstor kann die einzige erhaltene Aufnahme dieses Ortes sein.

Lassen Sie alles so liegen, wie es überliefert ist – die Einordnung übernehme ich.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Gleiwitz-Beständen

Sind Karten vom Gleiwitzer Sender besonders gesucht?

Ansichten des Funkhauses und des hölzernen Turms interessieren wegen der Ereignisse vom August 1939 viele Sammler, sind aber nicht die einzigen guten Stücke. Eine Fotokarte vom Kanalhafen oder von einem Zollübergang kann genauso gefragt sein.

Meine Karten zeigen nur Straßen und Häuser, keine Industrie – lohnt das trotzdem?

Ja. Straßenansichten mit erkennbaren Läden, Schildern und Menschen gehören zu den meistgesuchten Gleiwitz-Motiven, weil sie das verschwundene deutsche Alltagsleben der Stadt zeigen.

Was ist mit Karten aus Gliwice nach 1945?

Mein Schwerpunkt endet 1945. Liegen Nachkriegskarten im selben Bestand, sehe ich sie mir mit an – aussortieren müssen Sie vorher nichts.

Kann ich Karten aus mehreren oberschlesischen Städten zusammen anbieten?

Unbedingt. Revierbestände werden als Ganzes bewertet, und die Mischung aus Gleiwitz, Beuthen, Hindenburg oder Kattowitz ist eher die Regel als die Ausnahme.

Gleiwitz-Bestand anbieten

Rufen Sie an oder schicken Sie ein paar Handyfotos – mehr braucht es für eine erste Einschätzung nicht, und verpflichtet sind Sie zu nichts.

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