Ankauf in Bayern · Postkarten & Fotos
Postkarten verkaufen in Bayern
Ich kaufe in ganz Bayern alte Ansichtskarten, Fotografien und Papiernachlässe an – von der Einzelkarte aus der Königreichszeit bis zum sudetendeutschen Familienbestand, der 1946 mit ins Land kam.
Regional
Warum gerade in Bayern besondere Bestände liegen
Bayern hat eine doppelte Postgeschichte: Bis 1920 unterhielt Bayern eine eigene Staatspost, und Karten aus dieser Zeit tragen bayerische statt Reichspost-Marken – ein Detail, auf das Sammler bis heute achten. Hinzu kommt die enorme Vielfalt des Landes selbst, von den fränkischen Residenzstädten über die Alpenorte bis zu den Dörfern des Bayerischen Waldes. Viele dieser Orte wurden schon früh und über Jahrzehnte hinweg fotografiert.
Bayern wurde ab 1945/46 zum wichtigsten Aufnahmeland der vertriebenen Sudetendeutschen – rund eine Million Menschen aus Böhmen und Mähren fanden hier eine neue Heimat, und die Gablonzer Glas- und Schmuckindustrie baute sich im Kaufbeurer Ortsteil Neugablonz ein zweites Mal auf. In bayerischen Nachlässen liegen deshalb auffallend oft Karten und Fotos aus dem Egerland, aus Karlsbad oder dem Böhmerwald neben den Motiven des neuen Wohnorts. Gerade diese mitgebrachten Bestände sind heute gesucht, weil sie Orte zeigen, deren deutsches Ortsbild 1945 endete.
Ankaufsprofil
Motive, die ich in Bayern besonders suche
Neuschwanstein und das Münchner Hofbräuhaus wurden in riesigen Auflagen gedruckt. Interessant wird es dort, wo die Auflage klein war.
- Egerland, Böhmerwald und böhmische Bäderorte aus sudetendeutschem Familienbesitz
- Gablonzer Bezüge: Firmenkarten, Musterfotos, Belegschaftsbilder
- kleine Orte in Franken, Schwaben, der Oberpfalz und Niederbayern
- gelaufene Karten mit bayerischen Marken, Bahnpost- und Ortsstempeln
- Wirtshäuser, Brauereien und Ladengeschäfte mit lesbarer Beschriftung
- Lokalbahnen, Postkutschenlinien und frühe Automobile im Ortsbild
- Garnisonen und Feldpost bayerischer Regimenter
- Wallfahrten, Trachtenfeste, Märkte und Hochwasserereignisse
Auch das ist interessant
Zu vielen sudetendeutschen Nachlässen gehören Heimatbücher, Ausweise, Fotoalben und Briefwechsel aus der alten Heimat – ich sehe mir solche Bestände immer im Ganzen an, nicht nur die Karten.
Bewertung
Woran sich der Wert in Bayern bemisst
Fünf Merkmale genügen für eine erste Einschätzung – und keines davon erfordert Vorwissen:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Herkunftsort | Eine Fotokarte aus einem Dorf im Egerland oder in der Rhön ist häufig seltener als jede noch so schöne Münchner Ansicht. |
| Frankatur | Bayerische Marken mit klaren Orts- oder Bahnpoststempeln machen eine gelaufene Karte für zwei Sammelgebiete zugleich interessant. |
| Aufnahmeart | Fotografische Karten kleiner Ateliers stehen über den gedruckten Massenauflagen der großen Verlage. |
| Geschlossenheit | Ein unangetasteter Vertriebenennachlass mit Karten, Fotos und Papieren erzählt eine zusammenhängende Geschichte und wird darum als Ganzes höher eingeordnet. |
| Erhaltung | Normale Alterungsspuren schaden kaum; abgelöste Marken, ausgeschnittene Stempel oder verklebte Rückseiten dagegen deutlich. |
Gut zu wissen
Drei Bitten vor dem Verkauf
- Trennen Sie alte und neue Heimat nicht. Dass böhmische und bayerische Motive in einem Album stehen, ist keine Unordnung, sondern die Biografie der Familie.
- Lösen Sie keine Briefmarken ab. Karte, Marke und Stempel bilden zusammen ein Stück Postgeschichte – getrennt verlieren alle drei.
- Werfen Sie unscheinbare Papiere nicht weg. Ausweise, Bescheinigungen und Briefe aus der Vertreibungszeit gehören zum Bestand dazu.
Lassen Sie alles so liegen, wie es die Vorbesitzer hinterlassen haben – die Einordnung übernehme ich.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen aus Bayern
Die Karten meiner Eltern zeigen Orte im heutigen Tschechien. Kaufen Sie so etwas an?
Ja, ausdrücklich. Sudetendeutsche Bestände gehören zu meinen wichtigsten Ankaufsgebieten, und Bayern ist das Land, in dem die meisten davon liegen. Auch tschechisch beschriftete Karten aus späteren Jahren dürfen dabei sein.
Ich wohne weit entfernt, etwa in Unterfranken oder im Berchtesgadener Land. Wie läuft das ab?
Die Entfernung spielt keine Rolle: Anfragen sind aus ganz Bayern möglich. Nach einer ersten Einschätzung am Telefon oder anhand einiger Handyfotos vereinbaren wir Versand oder einen Termin bei Ihnen vor Ort.
Lohnen sich auch Karten aus der Königreichszeit mit Marken darauf?
Gerade die. Gelaufene bayerische Karten aus der Zeit vor 1920 sprechen Ansichtskarten- und Briefmarkensammler gleichermaßen an. Bitte lassen Sie die Marken unbedingt auf den Karten.
Im Nachlass liegt auch Schriftverkehr einer Gablonzer Firma. Ist das etwas?
Sehr wahrscheinlich ja. Unterlagen der in Neugablonz neu gegründeten Betriebe und ihrer Vorgänger in Böhmen dokumentieren ein besonderes Kapitel Wirtschaftsgeschichte. Bieten Sie so etwas bitte ungeordnet mit an.
Bestand aus Bayern anbieten
Rufen Sie einfach an oder schicken Sie ein paar Bilder – ich sage Ihnen offen, ob sich eine Abgabe lohnt, ganz gleich, in welchem Winkel Bayerns Sie wohnen.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf