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Ostbrandenburg · Neumark · Ansichtskarten

Ostbrandenburg-Postkarten verkaufen

Neumark, Sternberger Land, östliche Niederlausitz: Ich kaufe Ansichtskarten aus den brandenburgischen Gebieten östlich von Oder und Neiße – aus Städten, Kleinstädten und Dörfern gleichermaßen.

Unbekannte Ortsnamen? Kein Hindernis. Viele Orte der Region tragen heute polnische Namen – die Zuordnung Ihrer Karten übernehme ich.
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Regional

Das vergessene Stück Brandenburg

Ostbrandenburg umfasst die Teile der alten Provinz Brandenburg östlich von Oder und Neiße: die weite Neumark mit Landsberg als größter Stadt, das Sternberger Land und die östliche Niederlausitz um Guben und Sorau. Es war ein Land der Äcker, Kiefernwälder und Seen, durchzogen von Warthe und Netze, mit Festungs- und Bahnstadt Küstrin als Tor nach Berlin und einer Kette von Acker- und Tuchmacherstädtchen dazwischen.

Im Januar 1945 erreichte die Rote Armee die Oder, und die Region wurde für Monate zum Aufmarsch- und Kampfgebiet der Oderfront: Flüchtlingstrecks zogen bei Schnee nach Westen, Küstrin und viele Innenstädte gingen unter, andere Orte blieben verschont. Nach dem Krieg fiel das gesamte Gebiet an Polen – und mit den deutschen Ortsnamen verschwand auch der nie amtliche Sammelbegriff „Ostbrandenburg“ von den Landkarten. Ansichtskarten sind für diese Region ein doppeltes Gedächtnis: das der verlorenen Orte und das einer Landschaft, die kaum jemand mehr unter ihrem alten Namen kennt.

Ankaufsprofil

Was aus der Region besonders gesucht wird

Neben den Städten interessieren mich vor allem die Motive, die es nirgendwo sonst gibt:

  • Dörfer und Vorwerke der Kreise Königsberg Nm., Soldin oder Friedeberg
  • Weinberge und Oderhänge bei Crossen und im Odertal
  • Kleinbahnen, Landbahnhöfe und Chausseen der Neumark
  • Mühlen, Ziegeleien, Glashütten und ländliches Gewerbe
  • Warthebruch und Netzebruch mit Entwässerung und Kolonistendörfern
  • Seen und Sommerfrischen des Sternberger Landes, etwa um Lagow
  • Kirchen, Klöster und Gutshäuser vor ihrer Zerstörung oder Umnutzung
  • Feldpost und Ereigniskarten von der Oderfront 1945

Gemischte Nachlässe der Vertriebenen

Wer 1945 aus der Neumark floh, rettete selten eine Sammlung, aber oft eine Mappe: einige Karten, Familienfotos, ein Stammbuch, Heimatblätter aus der Nachkriegszeit. Ich kaufe solche Mappen komplett – das Nebeneinander macht ihren Zeugniswert aus.

Bewertung

Wert von Ostbrandenburg-Karten einschätzen

Für die Region gelten fünf Faustregeln, die Ihnen die erste Orientierung geben:

MerkmalWorauf es ankommt
Ortsgröße umgekehrt Je kleiner der abgebildete Ort, desto seltener die Karte – ein Dorf im Warthebruch schlägt eine Kreisstadtansicht meist deutlich.
Schicksal 1945 Karten von Orten, die zerstört wurden oder heute kaum noch besiedelt sind, tragen dokumentarisches Gewicht über den Sammlermarkt hinaus.
Erhaltungsquote Aus der Fluchtregion hat insgesamt wenig Papier überlebt; selbst mittlere Motive sind hier knapper als anderswo.
Postalische Spuren Landpost-, Agentur- und Bahnpoststempel der Neumark sind ein gesuchtes Spezialgebiet der Philatelie.
Regionale Geschlossenheit Ein Bestand, der eine Gegend – etwa einen Kreis – zusammenhängend zeigt, wird als Dokumentation bewertet, nicht als Kartenstapel.

Gut zu wissen

Drei Hinweise speziell für diese Region

  • Ortsnamen nicht vorschnell „aussortieren“. Hinter unscheinbaren Namen wie Vietz, Zielenzig oder Drossen stehen gesuchte Sammelgebiete – werfen Sie nichts weg, weil Ihnen der Ort nichts sagt.
  • Heimatvertriebenen-Unterlagen dazulegen. Rundbriefe, Heimatkalender und Ortspläne aus der Nachkriegszeit helfen bei der Zuordnung und interessieren mich mit.
  • Bestände nicht nach heutigen Grenzen teilen. Alben aus der Region mischen Brandenburgisches, Pommersches und Posensches – genau so gehören sie in eine Hand.

Was immer aus der Neumark den Weg in Ihre Familie gefunden hat: Zeigen Sie es mir, bevor Sie es aufteilen oder abgeben.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Beständen aus Ostbrandenburg

Was zählt alles zu Ostbrandenburg?

Alle brandenburgischen Gebiete östlich von Oder und Neiße, die 1945 an Polen kamen: die Neumark mit Städten wie Landsberg und Küstrin, das Sternberger Land und die östliche Niederlausitz mit dem Ostteil Gubens. Im Zweifel ordne ich Ihre Orte gern ein.

Meine Karten stammen aus einem Dorf, das es nicht mehr gibt.

Dann sind sie möglicherweise besonders wichtig. Manche Dörfer an der Oderfront wurden 1945 zerstört und danach nur teilweise wieder aufgebaut – ihre Karten gehören zum Seltensten, was die Region hinterlassen hat.

Lohnt sich der Verkauf bei einer so wenig bekannten Gegend überhaupt?

Ja, gerade deswegen. Das Angebot ist klein, die Zahl der Heimat- und Spezialsammler aber beständig – unbekannt heißt hier knapp, nicht wertlos.

Ich habe Bestände aus mehreren Regionen. Muss ich sie getrennt anbieten?

Nein. Nennen Sie mir einfach alles in einem Gespräch; ich kaufe regelmäßig Bestände, die von Brandenburg über Pommern bis Schlesien reichen, und mache Ihnen ein Angebot für das Ganze.

Bestand aus der Neumark anbieten

Egal ob eine Handvoll Karten oder ein ganzer Koffer: Rufen Sie an oder schreiben Sie kurz, worum es geht. Sie bekommen eine klare Antwort und behalten jederzeit das letzte Wort.

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