Zum Inhalt springen

Leitmeritz · Sudetenland · Ansichtskarten

Leitmeritz-Postkarten verkaufen

Ob ein Dutzend Karten aus dem Schreibtisch der Großmutter oder ein ganzes Album aus der Elbestadt: Leitmeritzer Ansichten vor 1945 gehören zu den Beständen, für die ich mir immer Zeit nehme.

Bewahren Sie auch die Umschläge auf. Briefumschläge, Notizzettel und lose Blätter zwischen den Karten verraten oft, von wem ein Bestand stammt.
Telefon0151 / 66334949 E-Mailkontakt@republic-past.com WhatsAppFotos direkt senden
Kostenlos & unverbindlich·Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden·Direkte Bezahlung beim Ankauf

Ortskunde

Leitmeritz: Bischofssitz und Garten Böhmens

Leitmeritz, tschechisch Litoměřice, war seit 1655 Sitz eines Bischofs und zählte zu den ältesten Städten Böhmens: eine wohlhabende Bürgerstadt an der Elbe, umgeben von Weinbergen und Obstplantagen, weshalb die Gegend als Garten Böhmens galt. Unter Österreich-Ungarn trugen die Karten von hier österreichische Marken der Kronenwährung mit Heller-Werten und k. k. Poststempel, nach 1918 kam die Stadt zur Tschechoslowakei, im Oktober 1938 mit dem Sudetenland zum Reich.

Auf der anderen Elbseite lag die Festungsstadt Theresienstadt, vor 1918 eine große k.u.k. Garnison, deren Militärkarten und Feldpost in vielen Leitmeritzer Sammlungen stecken. Mit der Vertreibung 1945/46 endete die deutsche Geschichte der Stadt; anders als andernorts blieb das Stadtbild jedoch weitgehend stehen. Die Alben der vertriebenen Leitmeritzer wanderten nach Süddeutschland – dort tauchen sie heute bei Haushaltsauflösungen wieder auf, oft ohne dass die Erben den Ort noch zuordnen können.

Ankaufsprofil

Motive, die bei Leitmeritz zählen

Weil die Altstadt den Krieg überstand, entscheidet hier weniger das Gebäude als das Leben davor: Menschen, Geschäfte, Schiffe, Feste.

  • Marktszenen und Läden mit lesbaren deutschen Aufschriften
  • Elbschifffahrt, Anlegestellen und Hochwasserstände
  • Weinlese, Obsternte und Gartenbauausstellungen
  • Bischöfliche Feiern, Prozessionen und Kirchenfeste
  • Theresienstadt als Garnisonsstadt mit Regimentskarten
  • Fähren, Brückenbau und die Bahnstrecke am Elbufer
  • Schützenvereine, Gesangsvereine und Bürgerfeste
  • Dörfer und Sommerfrischen im Böhmischen Mittelgebirge

Ein Hinweis zu Theresienstadt

Karten und Belege aus Theresienstadt bis 1918 zeigen die k. u. k. Garnison; Material aus der Zeit ab Juni 1940 betrifft das Gestapo-Gefängnis in der Kleinen Festung, ab November 1941 das Ghetto – es gehört in fachkundige, verantwortungsvolle Hände. Beides sehe ich mir an und bespreche mit Ihnen, was damit geschehen sollte.

Bewertung

Woran ich Leitmeritzer Karten bemesse

Fünf Gesichtspunkte geben den Ausschlag – keiner davon verlangt Vorkenntnisse, alle lassen sich am Küchentisch prüfen:

MerkmalWorauf es ankommt
Alltagsnähe Eine Karte vom Wochenmarkt mit Ständen und Passanten erzählt mehr als die zehnte Ansicht des Doms und wird entsprechend höher eingestuft.
Epoche Karten mit österreichischer Frankatur vor 1918 bilden die früheste und meist gefragteste Schicht; die tschechoslowakischen Jahre und die Zeit nach 1938 haben je eigene Sammlerkreise.
Handschriftliches Mitteilungen über Ernte, Familie oder Militärdienst verwandeln Grußkarten in kleine Quellen zur Stadtgeschichte.
Herkunftskette Wenn erkennbar bleibt, aus welchem Haushalt ein Bestand stammt, steigt sein dokumentarischer Rang deutlich.
Unversehrtheit Vergilbung und weiche Ecken schaden kaum; ausgeschnittene Marken oder herausgetrennte Albumseiten dagegen sehr.

Gut zu wissen

Was Sie sich sparen können

  • Vor dem Anbieten "aufräumen". Wer doppelte oder beschädigte Karten vorab entsorgt, wirft erfahrungsgemäß auch die eine wichtige mit weg.
  • Die Karten in neue Hüllen umstecken. Die alte Ordnung im Schuhkarton oder Album ist eine Information, die kein Katalog ersetzen kann.
  • Verblasste Schrift nachziehen. Was schwer lesbar scheint, lässt sich mit Erfahrung fast immer entziffern – nachträgliche Tinte zerstört das Original.

Am hilfreichsten ist der unberührte Zustand. Was Ihnen unordentlich vorkommt, ist für mich meist die beste Ausgangslage.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Leitmeritzer Beständen

Woran erkenne ich, ob eine Karte aus der Zeit vor 1918 stammt?

Ein Blick auf die Rückseite genügt meist: österreichische Marken mit dem Kaiserbild, Wertangaben in Heller und deutsch-tschechische Doppelstempel weisen in die Monarchie. Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie mir einfach ein Foto der Rückseite.

In der Sammlung liegen viele Militärkarten aus Theresienstadt. Interessiert das?

Ja, ausdrücklich. Regimentskarten, Kasernenansichten und Feldpost der Garnison vor 1918 gehören fest zum Leitmeritzer Sammelgebiet und werden gezielt gesucht.

Die Stadt steht doch noch – sind die Karten dann überhaupt gefragt?

Gerade deshalb. Tschechische Heimatforscher vergleichen die alten Ansichten mit dem heutigen Litoměřice, und Nachfahren der Vertriebenen suchen die Häuser ihrer Familien. Erhaltene Städte haben lebendige Sammlermärkte auf beiden Seiten der Grenze.

Ich wohne weit weg. Wie läuft der Ankauf praktisch ab?

Zuerst per Telefon oder mit Fotos, ganz ohne Aufwand für Sie. Danach finden wir den passenden Weg – bei größeren Beständen komme ich auch persönlich vorbei.

Leitmeritz-Bestand anbieten

Melden Sie sich unverbindlich – gemeinsam klären wir in wenigen Minuten, was Sie da haben und ob ein Ankauf für Sie Sinn ergibt.

Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf

Telefon0151 / 66334949 E-Mailschreiben WhatsAppFotos senden