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Ankaufsthema · Feldpost

Feldpost verkaufen

Ich kaufe Feldpost aus beiden Weltkriegen an – Briefe, Karten und Päckchenbelege, einzeln oder als geschlossene Korrespondenz einer Familie.

Beide Richtungen aufheben. Post von der Front und die Antworten aus der Heimat gehören zusammen – vollständige Wechsel sind selten und besonders gesucht.
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Zur Sache

Ein Sammelgebiet mit eigenem Regelwerk

In beiden Weltkriegen konnten Soldaten portofrei nach Hause schreiben – allein im Zweiten Weltkrieg beförderte die deutsche Feldpost viele Milliarden Sendungen. Ab 1939 trugen die Sendungen statt eines Truppennamens eine fünfstellige Feldpostnummer, die den Einheitsnamen aus Geheimhaltungsgründen ersetzte. Diese Nummern lassen sich über erhaltene Verzeichnisse in vielen Fällen wieder einer Einheit zuordnen; Standort und Frontabschnitt ergeben sich erst aus dem Weg dieser Einheit, denn eine Nummer konnte im Kriegsverlauf mehrfach vergeben werden.

Genau diese Zuordnung nehme ich beim Ankauf vor, denn sie entscheidet mit über die Einstufung eines Beleges – Post bestimmter Einheiten, Kessel und Kriegsphasen ist deutlich stärker gesucht als andere. Zugleich ist Feldpost keine gewöhnliche Sammelware: Hinter jedem Beleg steht ein Mensch, oft einer, der nicht zurückkam. Ich behandle solche Bestände dokumentarisch und mit Respekt vor den Familien, aus denen sie stammen.

Ankaufsprofil

Was ich im Bereich Feldpost ankaufe

Vom einzelnen besseren Beleg bis zum vollständigen Kriegsbriefwechsel – die Bandbreite ist groß, und vieles davon liegt unerkannt in Schachteln.

  • Feldpostbriefe und -karten 1914–1918 mit Truppenstempeln
  • Feldpost 1939–1945 mit Feldpostnummer und Tagesstempel
  • Luftfeldpostbriefe und Zulassungsmarken für Päckchen
  • Vordruckkarten, Eilnachrichten und späte Kriegspost 1944/45
  • Post aus Lazaretten, von Schiffen und aus der Gefangenschaft
  • Heimatpost an die Front, auch als Rückläufer mit Vermerken
  • Päckchenadressen, Absenderzettel und Feldpost-Formulare
  • Konvolute, in denen Fotos und Papiere des Absenders mitliegen

Der Zusammenhang zählt doppelt

Wenn zur Feldpost noch das Soldbuch, die Erkennungsmarke oder Fotos desselben Mannes gehören, bewerte ich das als Einheit – bitte trennen Sie einen solchen Nachlass nicht in einzelne Verkaufsposten auf.

Bewertung

Wovon der Wert von Feldpost abhängt

Zwischen alltäglichem Beleg und gesuchtem Stück liegen oft nur Details. Diese fünf Punkte prüfe ich zuerst:

MerkmalWorauf es ankommt
Einheit und Nummer Über die Feldpostnummer lässt sich der Truppenteil bestimmen. Post seltener Einheiten oder besonderer Waffengattungen steht höher im Kurs.
Ort und Phase Belege aus Einschließungen, von Nebenkriegsschauplätzen oder aus den chaotischen letzten Kriegsmonaten sind knapper als Post ruhiger Abschnitte.
Geschlossenheit Hunderte Briefe eines einzigen Absenders in Folge sind mehr als die Summe der Einzelstücke – solche Korrespondenzen kaufe ich bevorzugt komplett.
Stempel und Formulare Zensurvermerke, Dienststempel und seltene Vordrucke interessieren Spezialsammler unabhängig vom Briefinhalt.
Lesbarkeit Klare Stempelabschläge und erhaltene Umschläge heben einen Beleg deutlich; lose Briefbögen ohne Kuvert sind schwerer einzuordnen.

Gut zu wissen

Drei Dinge, die Sie bei Feldpost vermeiden sollten

  • Nach Inhalt aussortieren. Auch eine Karte mit zwei belanglosen Zeilen kann über Stempel und Nummer ein gesuchter Beleg sein.
  • Front- und Heimatpost trennen. Erst beide Richtungen zusammen ergeben den Briefwechsel – getrennt verliert jede Hälfte an Bedeutung.
  • Umschläge entsorgen. Auf dem Kuvert sitzen Nummer, Stempel und Zensurspuren – also fast alles, was den Beleg bestimmbar macht.

Übergeben Sie mir den Bestand in seiner gewachsenen Ordnung – die Auswertung von Nummern, Stempeln und Zusammenhängen ist dann meine Aufgabe.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Feldpostbeständen

Ist der Ankauf solcher Post aus der NS-Zeit überhaupt zulässig?

Ja. Ankauf und Besitz zeitgenössischer Originalbelege sind zulässig; Feldpost wird von Archiven, Museen und Forschern als Quelle ausgewertet. Zu beachten ist die öffentliche Darstellung: Trägt ein Beleg ein Hakenkreuz auf Marke oder Stempel, wird es in öffentlichen Angeboten abgedeckt, denn § 86a StGB untersagt das Verwenden solcher Kennzeichen, und die Ausnahme des § 86 Abs. 4 StGB deckt gewerbliche Verkaufsangebote nach überwiegender Auffassung nicht.

Können Sie herausfinden, wo mein Großvater stationiert war?

In vielen Fällen ja. Anhand der Feldpostnummer lässt sich die Einheit bestimmen, und daraus ergeben sich Stationierungen und Frontabschnitte. Diese Einordnung teile ich Ihnen beim Ankauf gern mit.

Ein Teil der Briefe ist Wasser- oder stockfleckig.

Feldpost hat Krieg, Flucht und Kellerlagerung hinter sich – Gebrauchsspuren gehören dazu. Solange die Stücke nicht schimmeln oder zerfallen, bleibt ein Bestand interessant.

Wir möchten Kopien der Briefe behalten. Geht das?

Selbstverständlich. Viele Familien scannen oder fotografieren die Korrespondenz vor der Übergabe, und ich lasse Ihnen dafür gern die nötige Zeit.

Feldpost anbieten

Rufen Sie an oder schicken Sie mir ein paar Handyfotos der Stempelseiten. Ich sage Ihnen offen, ob Ihr Bestand für einen Ankauf infrage kommt.

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