Ankauf in Hamburg · Feldpost
Feldpost verkaufen in Hamburg
Ich kaufe Feldpost aus Hamburger Familienbesitz an – vom Bündel Briefe im Schuhkarton bis zum jahrelangen Schriftwechsel zwischen Front und Elbe. Übergabe und Bezahlung erfolgen bei einem Termin in der Stadt.
Vor Ort
Zwischen Front und Feuersturm
Im Ersten Weltkrieg stellte Hamburg eigene Truppenteile – am bekanntesten das Infanterie-Regiment Nr. 76, dessen Angehörige zu Tausenden nach Hause schrieben; dazu kamen die in Wandsbek stationierten Husaren und viele Männer bei der Marine. Diese Post liegt bis heute in Familien der Stadt und des Umlands, oft zusammen mit Fotos und Militärpapieren desselben Mannes.
Im Zweiten Weltkrieg kehrte sich die Richtung um: Nach den Angriffen vom Juli 1943 berichteten die Daheimgebliebenen den Soldaten von zerstörten Straßen und dem Leben in den Notquartieren. Briefe aus diesen Wochen sind erschütternde Quellen zur Stadtgeschichte, ebenso wie Post, die als unzustellbar zurückkam, weil das Haus des Empfängers nicht mehr stand. Solche Bestände übernehme ich persönlich und behandle sie mit dem Ernst, den sie verlangen.
Ankaufsprofil
Welche Feldpost ich in Hamburg suche
Menge allein sagt wenig – entscheidend sind Absender, Zeitraum und das, was zwischen den Zeilen überliefert ist.
- durchgehende Briefwechsel eines Soldaten von 1914 bis 1918
- Post mit Stempeln Hamburger Einheiten und Ersatztruppenteile
- Marine- und U-Boot-Post beider Kriege
- Briefe aus Hamburg an die Front mit Schilderungen des Kriegsalltags
- Feldpost 1939–1945, besonders aus den Jahren 1943/44 mit Hamburg-Bezug
- Rückläufer mit Vermerken wie „Empfänger ausgebombt“ oder „unbekannt verzogen“
- Gefangenenpost und Nachrichten über das Rote Kreuz
- beiliegende Fotos, Zeichnungen und Päckchenreste im Originalzusammenhang
Der ganze Karton auf einmal
Häufig liegen Feldpost, Sterbebilder, Urkunden und das letzte Foto in derselben Schachtel. Geben Sie mir diese Schachtel als Ganzes in die Hand – auseinandergerissene Zusammenhänge lassen sich nicht rekonstruieren.
Bewertung
Wonach ich Feldpost aus Hamburger Besitz einstufe
Bei der Durchsicht am Küchentisch prüfe ich im Wesentlichen fünf Dinge:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Zeitraum | Post aus den Anfangswochen 1914, aus Umbruchphasen und aus den letzten Kriegsmonaten ist knapper überliefert als aus ruhigen Jahren. |
| Absenderweg | Stempel, Einheitsangaben und Feldpostnummern erlauben die Zuordnung zu Truppenteil und Kriegsschauplatz – das hebt einen Beleg deutlich. |
| Inhaltliche Dichte | Briefe, die Ereignisse, Orte und Stimmungen konkret beschreiben, interessieren auch Historiker und nicht nur Belegsammler. |
| Zusammenhalt | Eine geschlossene Korrespondenz über Jahre übertrifft im Wert stets die gleiche Anzahl zusammengewürfelter Einzelbriefe. |
| Beilagen | Eingelegte Fotos, Skizzen und Zeitungsausschnitte machen aus Briefen ein kleines Archiv. |
Gut zu wissen
Drei Dinge, die Sie unterlassen sollten
- Briefe glattstreichen, lochen oder abheften. Jeder Eingriff am Original mindert die Substanz – gefaltet im Umschlag ist der richtige Zustand.
- Nur die „schönen“ Briefe herauslegen. Auch knappe Lebenszeichen aus kritischen Wochen können die gesuchten Stücke sein; die Auswahl trifft besser der Fachmann.
- Den Bestand ungefragt einscannen und Originale entsorgen. Die Digitalkopie ersetzt das Original nicht – historischer Wert hängt am physischen Stück.
Kopien für die Familie sind selbstverständlich möglich, bevor Sie mir etwas übergeben – vereinbaren Sie den Termin einfach so, dass genug Zeit dafür bleibt.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zum Feldpostankauf in Hamburg
Muss ich die Briefe zu Ihnen bringen?
Nein. Ich bin südlich von Hamburg zu Hause und komme zu Ihnen – nach Eppendorf ebenso wie nach Bergedorf oder Harburg. Für kleine Bestände reicht oft schon ein Treffen von einer halben Stunde.
Wir haben die Briefe nie gelesen. Sollten wir das vor dem Verkauf tun?
Das bleibt ganz Ihnen überlassen. Manche Familien möchten es, andere bewusst nicht. Für den Ankauf spielt es keine Rolle – ich verschaffe mir beim Termin selbst den nötigen Überblick.
Ein Teil der Post stammt von einem Gefallenen. Ist ein Verkauf pietätlos?
Nein, im Gegenteil: Der Verkauf an jemanden, der solche Briefe erschließt und bewahrt, ist würdiger als das stille Verschwinden im Altpapier. Ich vermittle derartige Bestände an Menschen, die sie als Zeugnis ernst nehmen.
Nehmen Sie auch einzelne Feldpostkarten an?
Ja, wobei einzelne Karten meist nur bei besonderen Stempeln oder Inhalten Gewicht haben. Am einfachsten schicken Sie mir vorab ein Handyfoto von Vorder- und Rückseite, dann sage ich Ihnen sofort, woran Sie sind.
Feldpost in Hamburg anbieten
Erzählen Sie mir am Telefon, von wem die Briefe stammen und aus welchen Jahren sie sind. Danach entscheiden wir gemeinsam, ob wir uns die Sache vor Ort ansehen.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf