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Memel · Ostpreußen · Ansichtskarten

Memel-Postkarten verkaufen

Ich kaufe Ansichtskarten, gelaufene Belege und ganze Korrespondenzen aus Memel, dem Memelland und von der Kurischen Nehrung – einer Region, deren Karten Sammler weit über Deutschland hinaus suchen.

Briefmarken bitte niemals ablösen. Bei Memel-Karten steckt ein erheblicher Teil des Wertes in Marken und Stempeln der Jahre 1920 bis 1939.
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Ortskunde

Memel: die Stadt mit dem Sonderstatus

Memel war die nördlichste Stadt des Deutschen Reiches – Ostseehafen, Holzhandelsplatz und Tor zur Kurischen Nehrung. Der Versailler Vertrag trennte das Memelland 1920 vom Reich ab; nach französischer Verwaltung stand es von 1923 bis zum März 1939 unter litauischer Hoheit mit eigener Autonomie, bevor es an Deutschland zurückkehrte. Heute heißt die Stadt Klaipėda und liegt in Litauen.

Diese Zwischenzeit macht Memel philatelistisch einzigartig: Es gab eigene Briefmarken, Aufdruckausgaben und zweisprachige Stempel, die es nirgendwo sonst gab. Eine unscheinbare Ansichtskarte kann durch ihre Frankatur ein gesuchter Beleg sein – und umgekehrt tragen viele hübsche Motive nur gewöhnliche Reichspost. Genau deshalb lohnt es sich, Memel-Bestände von jemandem durchsehen zu lassen, der beide Seiten der Karte liest.

Ankaufsprofil

Motive, die bei Memel besonders interessieren

Neben dem Stadtbild zählt hier die Postgeschichte. Beides zusammen ergibt die Bestände, die ich am liebsten übernehme.

  • Hafen, Speicherzeilen, Segler und Dampfer an der Dange
  • Börse, Theaterplatz und der Brunnen mit dem Ännchen von Tharau
  • Holzflößerei und Handel, Werften und Leuchtturm
  • Fähre nach Sandkrug und Badeleben auf der Nehrung
  • Belege der französischen Verwaltungszeit 1920–1923
  • litauische Jahre mit Aufdruckmarken und zweisprachigen Stempeln
  • Karten zur Rückgliederung im März 1939
  • Nidden und Schwarzort, Fischerkähne, Dünen und Künstlerkolonie

Auch das ist interessant

Wer aus Memel stammte, hatte fast immer auch Post aus Königsberg, Tilsit oder von der Nehrung im Kasten. Solche gemischten Bestände samt Briefen, Schiffspapieren oder Geschäftsunterlagen sehe ich mir grundsätzlich vollständig an.

Bewertung

Was den Wert einer Memel-Karte bestimmt

Bei Memel entscheidet oft die Rückseite mehr als das Bild. Diese Punkte geben die Richtung vor:

MerkmalWorauf es ankommt
Frankatur Memelgebiet-Marken, Aufdrucke und Mischfrankaturen der Jahre 1920 bis 1939 heben eine Karte deutlich über das übliche Niveau.
Stempel Orts-, Schiffs- und Bahnpoststempel des Memellandes sind eigene Sammelgebiete – auch auf motivisch einfachen Karten.
Bildseite Hafenarbeit, kleine Gassen der Altstadt und Nehrungsdörfer sind knapper als die immergleiche Börsenansicht.
Vollständigkeit Eine zusammenhängende Familienkorrespondenz über die Jahre des Sonderstatus hinweg ist als Ganzes wertvoller als ihre Einzelteile.
Unversehrtheit Karten mit abgelösten Marken oder ausgeschnittenen Stempeln haben ihren Beleg-Charakter verloren. Bitte alles unangetastet lassen.

Gut zu wissen

Drei Fehler, die bei Memel-Beständen teuer werden

  • Marken für ein Briefmarkenalbum abweichen. Auf der Karte ist die Marke ein Beleg mit Geschichte, abgelöst nur noch Massenware.
  • Nur nach schönen Bildern aussortieren. Die grauen, eng beschriebenen Karten mit litauischen Stempeln sind häufig die gesuchten Stücke.
  • Den Bestand auf mehrere Käufer verteilen. Zerlegt man eine Memel-Korrespondenz, verliert jeder Teil an Aussagekraft – und Sie insgesamt an Erlös.

Am meisten helfen Sie sich selbst, wenn Sie gar nichts vorbereiten: keine Ordnung, keine Auswahl, keine abgelösten Marken.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Häufige Fragen zu Memel-Beständen

Meine Karten tragen litauische Beschriftungen – mindert das den Wert?

Nein, im Gegenteil. Zweisprachige oder litauisch beschriftete Karten stammen aus der Sonderstatuszeit und interessieren Sammler in Deutschland wie in Litauen. Gerade diese Jahre machen Memel zum gefragten Gebiet.

Ich kann nicht beurteilen, ob die Briefmarken etwas Besonderes sind.

Das müssen Sie auch nicht. Fotografieren Sie einfach einige Rückseiten mit, wenn Sie mir Bilder schicken – die Einordnung der Frankaturen übernehme ich.

Es sind auch Karten von der Kurischen Nehrung dabei.

Sehr gut. Nidden, Schwarzort und die Dünenlandschaft haben durch die Künstlerkolonie und den frühen Badetourismus einen eigenen Sammlerkreis. Nehrungskarten übernehme ich gern zusammen mit dem Memeler Material.

Wie läuft der Ankauf ab, wenn ich weit entfernt wohne?

Zuerst genügen Handyfotos oder ein Anruf. Danach klären wir gemeinsam, ob sich ein Versand oder eine Abholung anbietet – beides so, dass Sie kein Risiko tragen.

Memel-Bestand anbieten

Schildern Sie mir kurz, was vorliegt – am Telefon oder mit ein paar Fotos. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung und entscheiden dann ohne jeden Zeitdruck.

Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf

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