Konitz · Westpreußen · Ansichtskarten
Konitz-Postkarten verkaufen
Ich suche Ansichtskarten aus Konitz und den Dörfern der Tucheler Heide – einzeln, im Album oder als Teil eines größeren westpreußischen Nachlasses.
Ortskunde
Warum Konitzer Ansichten heute gesucht werden
Konitz war Kreisstadt im Südwesten Westpreußens und das Tor zur Tucheler Heide, einem der größten Waldgebiete des deutschen Ostens. Das traditionsreiche Gymnasium im ehemaligen Jesuitenkolleg, Landratsamt, Amtsgericht und der Anschluss an die Ostbahn machten den Ort zum Mittelpunkt eines weiten ländlichen Umlandes. 1920 kam die Stadt als Chojnice zu Polen, die neue Reichsgrenze verlief nur wenige Kilometer westlich; im Februar 1945 sank ein großer Teil der Innenstadt in Trümmer.
Aus dieser Geschichte ergibt sich die heutige Nachfrage. Viele Konitzer Straßenzüge existieren nur noch auf Karten aus der Zeit vor der Zerstörung, und die Motive aus den Heidedörfern erschienen bei kleinen Ortsverlagen in Auflagen von manchmal nur wenigen Dutzend Stück. Die Bestände wanderten in zwei Wellen fort – mit den Optanten nach 1920 und mit den letzten deutschen Familien 1945 – und liegen heute weit verstreut, während in Chojnice eine aktive Sammlerszene das alte Stadtbild zusammenträgt.
Ankaufsprofil
Motive, die bei Konitz besonders interessieren
Je kleiner der abgebildete Ort, desto größer meist das Interesse – das gilt im Kreis Konitz mehr als fast überall sonst.
- Marktplatz, Schlochauer Tor und die Straßen der Altstadt
- Gymnasium, Seminar und Schulanstalten mit Schülergruppen
- Bahnhof und Strecken der Ostbahn Richtung Schneidemühl und Dirschau
- Gasthöfe, Mühlen und Handwerksbetriebe mit Inhabernamen
- Dörfer und Forsthäuser der Tucheler Heide
- Seen, Ausflugslokale und frühe Sommerfrische-Karten
- Kreisfeste, Jahrmärkte und Vereinsleben
- Mehrbildkarten kleiner Landgemeinden mit Kirche, Schule und Krug
Auch das ist interessant
Wer aus dem Kreis Konitz stammt, besitzt häufig gemischte Bestände aus Karten, Familienfotos, Kirchenpapieren und Heimatbriefen der Vertriebenenzeit – dieser Zusammenhang ist für die Bewertung wichtiger als jede einzelne Karte und sollte ungetrennt bleiben.
Bewertung
Was den Wert einer Konitz-Karte bestimmt
Fünf Merkmale entscheiden darüber, ob eine Karte gewöhnlich oder gesucht ist – keines davon erfordert Fachwissen:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Ortsgröße | Eine Karte aus einem Heidedorf mit 200 Einwohnern schlägt fast immer die Stadtansicht, weil es von ihr womöglich nur noch eine Handvoll Exemplare gibt. |
| Verlag | Kleine Konitzer und dörfliche Verleger stehen meist klein gedruckt auf der Rückseite – solche Lokalausgaben sind gefragter als Karten großer Kunstanstalten. |
| Kartentyp | Echte Fotoabzüge und frühe Lithografien vor 1905 liegen vor den gedruckten Massenkarten der Zwischenkriegszeit. |
| Beschriftung | Datierte Grüße, Familiennamen und Ortsangaben verwandeln die Karte in eine Quelle zur Kreisgeschichte. |
| Vollständigkeit | Ein Album, das Stadt und Dörfer nebeneinander zeigt, bewerte ich als Ganzes höher als die Summe seiner Einzelkarten. |
Gut zu wissen
Drei Dinge, die Sie besser nicht tun
- Die Dorfkarten als Beifang abtun. Gerade die unscheinbaren Orte der Tucheler Heide sind die eigentlichen Seltenheiten des Kreises.
- Beschriebene Karten aussortieren. Handschrift und Stempel mindern den Wert nicht – sie erhöhen ihn in den meisten Fällen.
- Vor dem Anbieten radieren oder säubern. Jeder Reinigungsversuch hinterlässt Spuren, die schwerer wiegen als der ursprüngliche Fleck.
Bieten Sie den Bestand so an, wie er aus dem Schrank kommt – unsortiert ist er mir am liebsten.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zu Konitz-Beständen
Meine Karten stammen aus einem Dorf bei Konitz, nicht aus der Stadt. Lohnt das?
Unbedingt. Dorfkarten aus dem Kreis Konitz gehören zum Seltensten, was Westpreußen zu bieten hat, weil ihre Auflagen winzig waren. Nennen Sie mir einfach den Ortsnamen, dann kann ich schon am Telefon viel sagen.
Woher weiß ich, ob eine Karte vor oder nach 1920 entstanden ist?
Ein Blick auf Briefmarke und Stempel genügt meist: deutsche Marken bis 1920, danach polnische mit dem Ortsnamen Chojnice. Sie müssen das aber nicht selbst bestimmen – ich ordne jede Karte bei der Durchsicht zeitlich ein.
Der Nachlass enthält auch Heimatblätter und Vertriebenen-Rundbriefe. Wegwerfen?
Bitte nicht. Diese Hefte enthalten oft Abbildungen und Ortsangaben, die die Karten erst verständlich machen, und ich übernehme sie gern zusammen mit dem Bestand.
Kaufen Sie auch, wenn der Zustand schlecht ist?
Ja, in vielen Fällen. Bei sehr seltenen Konitzer und Heide-Motiven trägt auch eine fleckige oder bestoßene Karte noch, weil es kaum Vergleichsstücke gibt. Ich sage Ihnen offen, wo die Grenze liegt.
Konitz-Bestand anbieten
Ob drei Karten oder drei Alben: Melden Sie sich formlos, und ich sage Ihnen noch am selben Tag, ob und wie Ihr Bestand für mich infrage kommt.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf