Ankaufsthema · Dias & Negative
Dias & Negative verkaufen
Ich kaufe fotografische Originalmaterialien: Negativstreifen und Planfilme, frühe Farbdias und die gläsernen Projektionsbilder der Laterna magica – gerade dann, wenn nie Abzüge davon gemacht wurden.
Zur Sache
Warum Negative oft die eigentlichen Funde sind
Wer früher fotografierte, ließ längst nicht jedes Bild abziehen – Papierabzüge kosteten Geld. In vielen Nachlässen stecken deshalb Negativbestände, deren Aufnahmen seit der Entwicklung niemand mehr gesehen hat: unveröffentlichte Straßenszenen, Familienfeste, Reisen. Erst das Durchleuchten oder Einscannen macht sichtbar, was da jahrzehntelang verborgen lag.
Auch die frühen Farbverfahren verdienen Aufmerksamkeit. Mit dem Agfacolor-Neu-Film von 1936 kam die Farbfotografie in deutsche Amateurhände, und erhaltene Farbdias aus den späten 1930er und 1940er Jahren zeigen eine Zeit, die wir sonst fast nur schwarzweiß kennen. Noch älter sind die Glasbilder der Laterna magica: Projektionsdias für Vortragssäle, Schulen und Wohnzimmer, häufig in nummerierten Serien und von Hand koloriert.
Ankaufsprofil
Bestände, die mich interessieren
Beim Durchsehen zählt weniger das einzelne Bild als die Geschlossenheit eines Bestandes:
- komplette Negativarchive eines Amateurs über viele Jahre
- Farbdia-Reihen aus der Zeit vor 1950, auch kleine Mengen
- Vortragsserien für die Laterna magica in Originalkästen
- Negative mit Orts- oder Reisebezug und beschrifteten Tüten
- großformatige Planfilme aus Atelier- und Behördenbeständen
- Luftbild-, Bahn- und Technikaufnahmen im Negativ
- Stereodia-Serien von Reisen und Ereignissen
- unentwickelte oder unbeschriftete Filme – auch die prüfe ich
Ein Wort zur Lagerung
Kinofilm und ältere Planfilme bestanden bis um 1950 aus leicht entzündlicher Nitrozellulose, Rollfilm für Amateure dagegen schon ab etwa 1908 überwiegend aus Sicherheitsfilm; Nitratmaterial sollte kühl, trocken und getrennt von Wohnräumen liegen. Riecht ein Bestand stechend nach Essig, zersetzt sich der spätere Acetatfilm – dann ist zügiges Handeln sinnvoll, aber kein Grund zur Panik.
Bewertung
Was einen Negativ- oder Diabestand wertvoll macht
Fünf Gesichtspunkte, die Sie auch ohne Leuchtpult einschätzen können:
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Unveröffentlichtes | Negative ohne zugehörige Abzüge sind potenziell Bilder, die noch niemand kennt – für Archive der spannendste Fall. |
| Beschriftung | Tüten und Kästen mit Datum, Ort oder Namen machen aus losen Filmstreifen ein geordnetes Bildarchiv. |
| Farbe vor 1950 | Frühe Farbdias sind um ein Vielfaches seltener als Schwarzweißmaterial derselben Jahre. |
| Serienzusammenhang | Eine vollständige Vortrags- oder Reiseserie zählt mehr als verstreute Einzelstücke. |
| Erhaltung | Klare, nicht verklebte Schichten und trockene Lagerung sind wichtiger als hübsche Rahmen oder Kästen. |
Gut zu wissen
Drei Dinge, die Sie vermeiden sollten
- Negative anfassen wie Papierbilder. Fingerabdrücke ätzen sich mit der Zeit in die Schicht ein – bitte nur am Rand berühren oder gleich in den Hüllen lassen.
- Material auf dem Dachboden liegen lassen. Hitze und Feuchtigkeit beschleunigen den Zerfall von Filmmaterial stärker als bei Papierfotos.
- Selbst mit Klebefilm reparieren. Gerissene Streifen oder gesprungene Rahmungen bitte unrepariert lassen – Klebstoffe zerstören die Emulsion.
Sie müssen nichts sichten und nichts vorführen können – geben Sie mir die Kästen und Tüten so, wie sie sind, das Durchsehen übernehme ich.
Ablauf
So läuft der Verkauf ab
- Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
- Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
- Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.
Fragen
Häufige Fragen zu Dias und Negativen
Wir können die Negative gar nicht ansehen – wie sollen wir wissen, was darauf ist?
Das müssen Sie nicht. Ich sichte Negativbestände mit eigener Technik und sage Ihnen anschließend, was sie enthalten. Beschriftete Umschläge helfen, sind aber keine Voraussetzung.
Sind kleine Formate wie Kleinbild überhaupt gefragt?
Ja, wenn Inhalt und Zeit stimmen. Ein Kleinbildfilm mit Straßenszenen der 1930er Jahre interessiert mich mehr als großformatige Studioporträts ohne jeden Bezug.
Die Dias kleben in den Rahmen oder haben Farbstiche.
Farbverschiebungen sind bei frühem Farbmaterial normal und lassen sich bei der Digitalisierung oft ausgleichen. Bitte versuchen Sie nicht, verklebte Rahmen selbst zu öffnen.
Was geschieht nach dem Ankauf mit den Bildern?
Interessante Bestände werden digitalisiert und damit dauerhaft gesichert. Vieles findet den Weg zu Sammlern, Heimatforschern oder Archiven, denen genau diese Aufnahmen fehlen.
Dias oder Negative anbieten
Ein Handyfoto der Kästen oder Tüten reicht mir für den Anfang – an Format und Aufmachung erkenne ich meist schon, womit wir es zu tun haben.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · Direkte Bezahlung beim Ankauf