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Bunzlau · Niederschlesien · Ansichtskarten

Bunzlau-Postkarten verkaufen

Ich kaufe alte Ansichtskarten, Fotokarten und Alben aus Bunzlau und dem Bobertal – von der einzelnen Werkstattansicht bis zum vollständigen Nachlass einer Töpferfamilie.

Werbekarten nicht wegwerfen. Gerade die unscheinbaren Geschäfts- und Reklamekarten Bunzlauer Töpfereien sind heute schwerer zu finden als jede Stadtansicht.
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Ortskunde

Bunzlau vor 1945: mehr als Töpferware

Bunzlau am Bober war die Töpferstadt Schlesiens: Das braune, lehmglasierte Steinzeug und später das Geschirr mit dem Pfauenauge-Dekor gingen von hier in alle Welt, seit 1897 bildete die Keramische Fachschule den Nachwuchs aus. Daneben war die Stadt Station der Bahnlinie Berlin–Breslau mit dem langen Steinviadukt über das Bobertal. In Erinnerung blieb Bunzlau auch als Sterbeort des russischen Feldmarschalls Kutusow im Jahr 1813, an den ein Denkmal erinnerte.

Im Februar 1945 wurde die Altstadt bei den Kämpfen schwer getroffen, große Teile des alten Zentrums verschwanden. Im heutigen Bolesławiec lebt die Keramik fort, und genau daraus entsteht die Nachfrage: Polnische Sammler, Museen und die Werkstätten selbst suchen Bildquellen zu den alten Betrieben, deutsche Nachfahren suchen das Haus oder die Werkstatt ihrer Familie. Karten mit erkennbaren Firmennamen sind dabei die ergiebigsten Stücke.

Ankaufsprofil

Bunzlauer Motive, nach denen ich suche

Stadtansichten vom Ring gab es viele – seltener sind die Karten, die zeigen, wovon die Stadt lebte.

  • Töpferwerkstätten innen und außen, Öfen und Trockenböden
  • Verkaufsstände mit Geschirr auf Märkten und Messen
  • der Große Topf als Wahrzeichen und andere Kuriositäten
  • Fachschule, Lehrwerkstätten und Schülerarbeiten
  • Bober-Viadukt, Bahnhof und Eisenbahnmotive
  • Kutusow-Denkmal und Gedenkfeiern
  • Gasthöfe und Ausflugsziele im Bobertal
  • Schützenfeste, Vereinsjubiläen und Umzüge

Aus demselben Nachlass

Zu Bunzlauer Beständen gehören oft Rechnungen, Musterblätter oder Fotografien aus den Töpfereien – solche Geschäftspapiere kaufe ich zusammen mit den Karten an, denn getrennt verlieren beide an Aussagekraft.

Bewertung

Woran sich der Wert bei Bunzlau bemisst

Fünf Punkte helfen bei der ersten Einschätzung, ganz ohne Vorwissen:

MerkmalWorauf es ankommt
Firmenbezug Eine Karte, auf der eine Töpferei mit Namen zu erkennen ist, lässt sich einem Betrieb zuordnen – das hebt sie deutlich über die anonyme Stadtansicht.
Aufnahmeart Private Fotokarten aus Werkstatt und Familie existieren häufig nur ein einziges Mal, gedruckte Serien dagegen tausendfach.
Vorkriegsstand Ansichten des 1945 beschädigten Zentrums dokumentieren Verlorenes und werden entsprechend gesucht.
Beschriftung Ein Absender aus einer bekannten Töpferfamilie oder ein Firmenstempel auf der Rückseite kann aus einer gewöhnlichen Karte ein Zeitdokument machen.
Erhaltung Knicke und Altersspuren schrecken mich nicht – radierte Beschriftungen und abgelöste Marken dagegen schon eher.

Gut zu wissen

Bevor Sie sortieren: drei Bitten

  • Nichts nach Schönheit auswählen. Die vergilbte Werkstattkarte schlägt die brillante Ringansicht fast immer.
  • Konvolute beisammen lassen. Ob eine Sammlung aus einem Töpferhaushalt stammt, erkennt man nur am Ganzen.
  • Stempel und Aufdrucke nicht säubern. Was wie Schmutz aussieht, ist oft die entscheidende Information.

Zeigen Sie mir den Bestand einfach so, wie er aus dem Schrank kommt – alles Weitere ist meine Arbeit.

Ablauf

So läuft der Verkauf ab

  1. Sie melden sich – am einfachsten telefonisch Schildern Sie kurz, was vorhanden ist: ein Album, ein Karton, ein ganzer Nachlass. Übersichtsfotos per WhatsApp oder E-Mail helfen, sind aber kein Muss.
  2. Ich sehe mir gezielt an, was zählt Falls nötig, sage ich Ihnen konkret, welche Albumseiten oder Rückseiten ich noch sehen müsste. Bei größeren Beständen ist eine Durchsicht vor Ort oder ein Versand sinnvoll.
  3. Angebot und direkte Bezahlung Ich nenne Ihnen offen, was ich zahlen kann, und erkläre, wie ich darauf komme. Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Ihr Geld sofort. Entscheiden Sie sich dagegen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Fragen

Fragen, die bei Bunzlau oft kommen

Im Nachlass liegt auch Bunzlauer Keramik. Nehmen Sie die mit?

Mein Fachgebiet ist das Papier: Karten, Fotos und Dokumente. Wenn zum selben Nachlass Geschirr gehört, sprechen Sie mich trotzdem an – ich sage Ihnen ehrlich, ob und wie sich das gemeinsam regeln lässt.

Meine Karten zeigen nur Dörfer aus dem Kreis Bunzlau.

Umso besser. Von kleinen Orten wie Tillendorf oder Gnadenberg entstanden nur wenige Karten, entsprechend selten tauchen sie heute auf.

Woher weiß ich, ob eine Karte vor 1945 entstand?

Deutsche Ortsbezeichnung, Marken des Deutschen Reichs und die Gestaltung der Adressseite sind gute Anhaltspunkte. Sie müssen das aber nicht selbst bestimmen – die Datierung übernehme ich.

Kaufen Sie auch einzelne Stücke an?

Bei gesuchten Motiven ja. Eine einzelne Fotokarte einer Bunzlauer Werkstatt interessiert mich mehr als ein Karton beliebiger Grußkarten.

Bunzlauer Karten anbieten

Rufen Sie an oder schicken Sie ein paar Handybilder – ich melde mich zeitnah, und Sie erfahren ohne Umwege, ob sich ein Verkauf lohnt.

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